Fürth - Das Frankenderby elektrisierte einmal mehr eine ganze Region. Nach dem rein sportlichen Verlauf zieht die fränkische Polizei nun auch eine erste Bilanz zum historischen Event.

Die 277. Ausgabe des Frankenderbys ist Geschichte. Rein sportlich entwickelte sich die historische Auflage (nie wurde ein Fußball-Derby in Deutschland häufiger ausgetragen) zu einem irren Spektakel. Noch am späten Samstagnachmittag (15. August 2026) zieht das Polizeipräsidium Mittelfranken in einem Statement eine erste Bilanz zu dem Großevent. Die Polizei registrierte in beiden Fanlagern wiederholt den Einsatz von Pyrotechnik. Auseinandersetzungen unter den Fans blieben jedoch die Ausnahme, betont Michael Konrad in dem Schreiben.

Im Vorfeld des Spiels führten Anhänger der Spielvereinigung Greuther Fürth einen Fanmarsch von der Innenstadt zum Stadion durch. Insgesamt sammelten sich im Bereich der Gustavstraße rund 2.000 Fans. Im anschließenden Fanmarsch der Heimfans kam es mehrfach zur Zündung von pyrotechnischen Gegenständen wie Rauchtöpfen und Knallkörpern. Aus dem Lager der Gästefans registrierte die Polizei insbesondere während des Spiels wiederholt das Abbrennen von Pyrotechnik.

Die mittelfränkische Polizei setzte im und im unmittelbaren Umfeld des Stadions erneut auf eine konsequente Fantrennung. Das direkte Aufeinandertreffen rivalisierender Fans blieb deshalb die Ausnahme. Lediglich in einzelnen Fällen mussten polizeiliche Einsatzkräfte sowie der Ordnungsdienst einschreiten. Im Zusammenhang mit dem Frankenderby registrierte die Polizei bis zum Abend (17:30 Uhr) drei Körperverletzungsdelikte. Insgesamt waren rund um das Frankenderby mehrere Hundert Beamtinnen und Beamte der mittelfränkischen Polizei sowie der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Einsatz, heißt es von Seiten der Polizei zu dem Vorfall vorerst abschließend.

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