Fürth - Es ist ein kleiner Hammer: Die Gänsehaut-Choreos zum Frankenderby sind kurz vor Anpfiff komplett abgesagt worden. Jetzt sickert durch, was zuvor offenbar passiert ist

Es ist das vielleicht hitzigste Derby, das Deutschland zu bieten hat – und schon vor dem Anpfiff knallt es offenbar so richtig. Die monatelang einstudierten Choreos, die regelmäßig für Gänsehaut sorgen, fallen beim 277. Frankenderby zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg an diesem Samstag (15. August 2026) offenbar komplett aus.

Was war hier zuvor passiert? Als erstes äußerten sich die Ultras aus der Kleeblattstadt. In einem Statement auf der Meta-Plattform Instagram erklären die Verantwortlichen dann, dass man mit dem Verhalten der polizeilichen Einsatzkräfte bei der Vorbereitung der Choreos nicht einverstanden gewesen sei.

Aus diesem Grund habe man sich „schweren Herzens“ dazu entschieden, die Choreos rund um das Spiel komplett einzustellen. Es folgen im Anschluss noch Formulierungen gegen die Polizei, die an dieser Stelle nicht zitierfähig sind.

Wenig später meldeten sich dann auch die Ultras vom Valznerweiher zu Wort. Obwohl die sportliche Rivalität mit Fürth quasi keine Grenzen kenne, werde man sich nach dem Vorfall mit dem Gegner, was die Choreo angeht, sympathisieren. Heißt im Klartext: Auch die Anhängerinnen und Anhänger des FCN werden komplett auf eine Choreo verzichten. Auch hier folgen gegen Ende des Statements noch Äußerungen verbaler Art unter der Gürtellinie gegen die Einsatzkräfte.

Was den Gänsehaut-Faktor betrifft, ist die 277. und damit historische Auflage (nie wurde ein Fußball-Derby in Deutschland häufiger ausgetragen) des Frankenderbys um ein Kapitel ärmer.

Der Vollständigkeit halber sei an dieser Stelle auch erwähnt: Das Polizeipräsidium Mittelfranken hat sich bislang noch nicht zu dem Vorfall geäußert. Folglich fehlt hier noch die Einschätzung des Erlebten der anderen Seite. So oder so wird auch dieser Faktor aber die kommenden Tage fernab vom sportlichen Geschehen für Aufsehen in Fußball-Franken sorgen…

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