
Seit ich selbst mit einem Plug-in-Hybrid in die Elektromobilität gewechselt bin, interessiere ich mich noch mehr für Tesla & Co. Bei kaum einem Thema gehen die Meinungen dabei so weit auseinander wie bei der Sensor-Frage: Elon Musk verzichtet in seinen Autos komplett auf LiDAR und setzt einzig auf Kameras – was in den USA schon für schwere Unfälle gesorgt hat. Mercedes hält beim eigenen Level-3-System namens Drive Pilot dagegen genau diese Lasertechnik für unverzichtbar. Zwei Philosophien, ein Streitpunkt.
Bei Mährobotern ist diese Philosophie-Frage inzwischen geklärt. Neue Modelle kombinieren genau das, worüber die Auto-Industrie seit Jahren diskutiert. So mäht der Mammotion Luba mini 2 AWD 1500 auch komplexe Rasenflächen sicher, indem er gleichzeitig mit 360-Grad-LiDAR und Dual-Kamera-KI navigiert. Spannend: Er ist aktuell zum bislang besten Preis zu haben.
360-Grad-LiDAR plus Dual-Kamera: Zwei Augen sehen mehr als eines
Mammotions Luba mini 2 AWD 1500 löst genau das, worauf Tesla wegen eines möglichen Sensor-Konfliktes verzichtet. Ein 360-Grad-LiDAR-Sensor tastet die Umgebung mit bis zu 61 Metern Reichweite und 200.000 Laserpunkten pro Sekunde ab. Zusätzlich erfassen zwei Kameras die Szene per KI-Bildauswertung. Fällt ein System in Dämmerung oder bei dichtem Bewuchs schwerer, springt das andere ein. Genau dieses Prinzip nennt Mercedes bei seinem Drive Pilot „Redundanz“ – beim Mähroboter kostet es keinen Aufpreis von 5950 Euro wie beim S-Klasse-Sensorpaket, sondern ist bereits enthalten.
Zwei unabhängige Testsuntermauern das: testit.de vergibt die Note 1,6 (gut), Computer Bild kommt sogar auf 1,3 (sehr gut). Beide Tests loben übereinstimmend die präzise, zuverlässige Navigation ohne Begrenzungskabel und ganz ohne externe RTK-Antenne.
80 Prozent Steigung: Wenn der Rasen zur Skipiste wird
Allerdings bringt die Sensorik allein wenig, wenn der Antrieb an Hängen schlappmacht. Hier tritt der Allradantrieb des Luba mini 2 AWD 1500 in Aktion. Vier einzeln angetriebene Räder mit grobem Stollenprofil bewältigen Steigungen bis 80 Prozent, umgerechnet 38,6 Grad. Zum Vergleich: Eine schwarze Skipiste beginnt bei etwa 40 Prozent Gefälle.
Ein Nutzer berichtet in seiner Rezension von Steigungen um 35 Grad auf seinem Grundstück, die der Mähroboter „ohne erkennbare Probleme“ hochfährt. Selbst Bordsteine und Wurzeln bis 45 Millimeter Höhe übernimmt das gefederte Fahrwerk mühelos.
Zwei Klingen, ein sauberer Rand
Neben dem 20 Zentimeter breiten Hauptmähwerk sitzt eine zweite, 12 Zentimeter große Schnittscheibe speziell für Kanten. Sie soll den manuellen Nachschnitt an Mauern und Beeten überflüssig machen. Frühere Mammotion-Modelle ließen hier oft einen zehn Zentimeter breiten Streifen ungemäht stehen. Beim mini 2 AWD 1500 bleiben laut Testberichten nur noch rund zwei bis fünf Zentimeter übrig – ein spürbarer Fortschritt, auch wenn perfekt glatte Kanten damit noch nicht garantiert sind.
20 Mähzonen, eine App
Wer mehrere getrennte Rasenflächen besitzt, muss natürlich nicht für jede einen eigenen Mäher kaufen. Die Mammotion-App verwaltet bis zu 20 unabhängige Zonen mit jeweils eigener Schnitthöhe, eigenem Zeitplan und eigenem Mähmuster.
Laut Praxistest ist die automatische Kartierung nach rund 17 bis 30 Minuten abgeschlossen. Für kleine, nicht kartierte Restflächen gibt es zusätzlich den DropMow-Modus: Mäher hinstellen, Start drücken, fertig – ganz ohne Zonenplanung.
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1500 Quadratmeter aus einer Akkuladung
Ausgelegt ist der Luba mini 2 AWD 1500 für Rasenflächen bis 1500 Quadratmeter. Der 6,1-Ah-Akku lädt dabei bedarfsgerecht nach: Heißt, das System berechnet die verbleibende Restfläche und lädt nur so viel nach, wie für die nächste Runde nötig ist. Wer möchte, begrenzt die Ladung individuell auf beispielsweise 80 Prozent, um den Akku zu schonen – ganz wie E-Autos von Tesla oder Mercedes empfohlen.
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Kunden bewerten den Mähroboter mit 4,5 Sternen
Rund 50 Bewertungen ergeben aktuell einen Schnitt von 4,5 Sternen. Eine Käuferin schildert in ihrer Rezension eine besonders anspruchsvolle Ausgangslage: mehrere getrennte Rasenflächen, ein fünf Zentimeter hoher Randstein, Steigungen um 35 Grad und sogar Kellerschächte mit 70 Zentimetern Fallhöhe in der Nähe.
Nach vier Wochen Testbetrieb fällt ihr Fazit eindeutig aus: Der Luba meistert alle Herausforderungen, an denen ihre bisherigen Mähroboter mit Begrenzungsdraht regelmäßig gescheitert sind. Einzige Kritikpunkte: gelegentliche Verzögerungen beim Wechsel von WLAN auf 4G und eine anfangs gewöhnungsbedürftige App – beides laut Bewertung „gut zu verschmerzen“.
Schwächen, Alternativen und für wen sich der Kauf lohnt
Ganz ohne Kritik kommt natürlich auch der Luba mini 2 AWD 1500 nicht davon. Am festen Rand bleibt laut Praxistest weiterhin ein Streifen von rund fünf Zentimetern ungemäht stehen. Zudem ist die kleine Kantenschnittscheibe fix auf 50 Millimeter Schnitthöhe eingestellt und lässt sich nicht verstellen. Auch beim Umfahren von Sperrzonen zeigt sich laut testit.de noch etwas Luft nach oben. Wer absolut makellose Rasenkanten erwartet, sollte gelegentlich von Hand nachschneiden. Dies betrifft aber im Grunde jeden Mähroboter.
Wer dagegen einen kleineren, gut zugänglichen Garten unter 1000 Quadratmetern besitzt, für den lohnt sich der Aufpreis fürs LiDAR-Modul kaum – hier reicht der günstigere Mammotion LUBA mini 2 AWD 1000 ohne LiDAR meist völlig aus. Der LUBA mini 2 AWD 1500 spielt seine Stärken dagegen genau dort aus, wo Fläche, Steigung oder verwinkelte Zonen klassische Mähroboter überfordern.
Aktuell kostet das Modell 1599 Euro statt der UVP von 2299 Euro – satte 700 Euro Ersparnis, allerdings nur bis zum 25. August. Bei zwei unabhängigen Testnoten von 1,3 und 1,6 sowie einem Amazon-Schnitt von 4,5 Sternen aus rund 50 Bewertungen ist der Preis für einen Allrad-Mähroboter mit LiDAR-Navigation im Vergleich zu Wettbewerbern wie dem Husqvarna Automower AWD (deutlich über 3000 Euro) durchaus attraktiv. Wer noch 100 Euro mehr investiert, bekommt den Luba mini 2 AWD 1500 mit Garage .
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