Nürnberg - Sie sind krank und alt - aber genauso liebenswert: Für die beiden Katzen Franz und Susi sucht das Tierheim Nürnberg nach dem Tod des vorherigen Besitzers ein letztes Zuhause.

Er ist schon ein wirklicher Katzen-Opa, sie ein paar Jahre jünger: Kater Franz und Katze Susi suchen „gemeinsam einen Gnadenplatz“, schreibt das Tierheim Nürnberg in einem weiteren Aufruf auf Social Media. Hintergrund ist ein tragisches Schicksal der beiden Tiere: Demnach kamen Franz und Susi nach dem Tod ihres bisherigen Besitzers im März ins Tierheim Nürnberg. Aufgrund ihres Alters sollte das nächste neue Zuhause wohl das letzte werden, in dem sie ihren Lebensabend verbringen dürfen. Denn: Der Kater ist bereits 18 Jahre alt, die Katze elf Jahre alt.

Beide werden als eher scheu beschrieben und werden in einem neuen Heim etwas Zeit benötigen, um anzukommen und vor allem das entsprechende Vertrauen zu neuen Halterinnen und Haltern zu fassen. In ihrem Verhalten unterscheidet sich das Pärchen deutlich: Während Susi noch deutlich scheuer ist, sich versteckt, derzeit noch nichts von Menschen wissen möchte und auch mal zubeißen kann, ist Franz neugierig und lässt sich teilweise auch anfassen. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine gewisse Vertrauensbasis. Das verschaffe ihm manchmal auch ein paar kleine Streicheleinheiten, schreibt das Tierheim Nürnberg dazu weiter.

Das Traurige: Beide sind chronisch krank. Bei Katze Susi steht demnach der Verdacht eines Lebertumors im Raum. Kater Franz treffen gleich mehrere Sorgen: Er hat eine Wirbelsäulenerkrankung (Spondylosen) sowie Krankheiten, die die Blase betreffen (Struvit und eine Umfangsvermehrung). Auch sein Herz und seine Lunge sollen dem Tierheim Nürnberg zufolge Auffälligkeiten aufgewiesen haben. Aufgrund der Erkrankungen benötigt er auch spezielles Futter.

Bestimmte Voraussetzung: Dazu rät das Tierheim Nürnberg

Bei Franz und Susi handelt es sich um reine Wohnungskatzen. Sie brauchen außerdem viel Ruhe, weshalb es wichtig ist, dass in einem potenziellen neuen Zuhause keine Kinder oder andere Haustiere wohnen. Außerdem sollte es keinen ständigen Besuch beziehungsweise einen turbulenten Alltag geben, da das beide stressen und überfordern würde.

„Wir wünschen uns für Franz und Susi geduldige, katzenerfahrene Menschen mit einem ruhigen Alltag, die den beiden noch eine schöne Zeit außerhalb des Tierheims ermöglichen“, schreiben die Verantwortlichen des Tierheims Nürnberg.