Nürnberg - Nach dem 3:0-Erfolg gegen Dynamo Dresden war Nürnbergs Cheftrainer Miroslav Klose voll des Lobes für die Leistung seiner Mannschaft. Diese sah er auch als Voraussetzung für Zomas Dreierpack.

Beste Stimmung herrschte zum Saisonstart nicht nur vor und während der Partie im Max-Morlock-Stadion, sondern auch auf der Pressekonferenz und in der Mixed Zone im Anschluss an intensive 90 Minuten. Kein Wunder, schließlich fuhr der 1. FC Nürnberg zum Auftakt in die neue Spielzeit einen überzeugenden und über weite Strecken ungefährdeten 3:0 Erfolg gegen Dynamo Dresden ein.

Miroslav Klose war voll des Lobes für seine Mannschaft: „Ich glaube, dass wir die Dinge heute richtig gut gemacht haben“, resümierte der Nürnberger Cheftrainer nach dem Spiel. „Wir waren sehr griffig gegen den Ball, auch von der Antizipation her, wie wir lange Bälle verteidigt haben. Im Ballbesitz haben wir vieles richtig gut gemacht. Kurze Abstände, viel Bewegung, jeder hat den Ball gefordert.“ Nach den Umstellungen im zweiten Durchgang habe es „ein bisschen gedauert“, bis seine Mannschaft wieder richtig ins Spiel gefunden habe. Entscheidend sei jedoch gewesen, „dass die Jungs das selbst auf dem Platz sehen und dann Lösungen haben. Da möchte ich heute ein riesen Kompliment an mein ganzes Trainerteam und die Spieler machen“, freute sich Klose.

Besonders hob Klose die neu zusammengestellte Verteidigung hervor. „Sehr harmonisch, sehr eingespielt“ habe diese gewirkt. „Manchmal, wenn die (Dresden, d. Red.) es gut machen, musst du mal einen langen Ball schlagen. Da waren wir ein, zweimal ein bisschen unpräzise, aber das gehört im Fußball dazu. Sonst war es sehr gut.“ Auch für die Mittelfeldzentrale hatte der Chefcoach nur lobende Worte übrig, insbesondere für Finn Ole Becker: „Heute hat man gesehen, was für Qualitäten er hat und was er für einen Unterschied machen kann. Welche Idee er schon als nächstes hat. Da bin ich unheimlich glücklich, dass wir Zentrale momentan so besetzt haben.“

Becker bremst Erwartungshaltung

Becker selbst sah ebenfalls eine überzeugende Mannschaftsleistung: „Wir haben den Ball gut laufen lassen, hatten eine gute Abstimmung. Die Tore sind gut gefallen, Momo (Zoma, d. Red.) hat das sehr gut gemacht. Es hat Spaß gemacht.“ Angesprochen auf die Chancen, im Rennen um den Aufstieg mitzumischen, sagte der Mittelfeldmann: „Jetzt haben wir das erste Spiel zuhause gegen Dresden gehabt, wir sind schon eine gute Mannschaft. Nächste Woche ist das Derby, was wirklich sehr wichtig für uns ist, für die ganze Stadt und die Fans. Deswegen erst einmal abwarten. Wir sind natürlich froh, dass wir gewonnen haben und auch über die Art und Weise, vor allem gegen den Gegner, aber erst einmal abwarten.“

Ernsthaft in Gefahr geriet der Heimsieg des FCN gegen Dresden selten. Für eine brenzlige Situation sorgten die Nürnberger selbst: In der 67. Minute leistete sich Reichert im aggressiven Dresdner Pressing einen Fehlpass im eigenen Sechzehner, aus dem die Gäste aber kein Kapital schlagen konnten. Miroslav Klose preist Szenen wie diese in sein Spiel ein, wie er im Anschluss erklärte: „Das ist unsere Handschrift als Trainerteam. Wir wollen die richtigen Entscheidungen treffen. Manchmal ist es so, dass der Gegenspieler besser antizipiert und schneller zum Ball geht, so dass es manchmal eng ist.“ Den spielerischen Weg über den Torwart, auch unter Druck, wolle man aber nutzen - was meistens auch gelinge: „Bei uns im Training machen sie das mit zwei Fingern in der Nase, aber das musst du im Spiel auch machen.“

Klose über Zoma: „Er fühlt sich wohl auf dem Platz“

Natürlich kam Klose auch auf Dreierpacker Mohamed Ali Zoma zu sprechen, beließ es aber nicht bei einem exklusiven Lob für den Angreifer: „Man sieht, er fühlt sich wohl auf dem Platz. Er weiß, er kann den Unterschied machen, und er bekommt dementsprechend auch Hilfe von seinen Mitspielern. Es geht von hinten los, das Übergangsspiel ist da, die richtigen Entscheidungen, die Wechsel. Dann kann er seine Stärken ausspielen. Aber ich brauche jeden Spieler. Genau so die, die heute reingekommen sind. Die sind unheimlich wichtig.“

Zoma selbst war im Anschluss an die Partie „sehr glücklich“ über den Sieg. „Ich denke, dass ich das Vertrauen der gesamten Mannschaft spüre. Daraus ziehe ich viel Selbstvertrauen“, verriet er. Über das gelungene Zusammenspiel mit Linksverteidiger Porstner sagte er: „Wir spielen gut zusammen. Wir sprechen viel. (…) Die Kommunikation ist wichtig.“ Wie viele Treffer nach dem Dreierpack gegen Dresden noch folgen, ist freilich offen. Zoma selbst wollte sich jedenfalls nicht festlegen: „Ich werde keine Zahl sagen, aber ich will viel treffen. Bei jeder Chance möchte ich treffen.“