
Mehrere Badegäste haben einem 65-Jährigen an einem See in Schweinfurt das Leben gerettet. Wie die Polizei mitteilte, reanimierten sie den Mann, bis der Rettungsdienst eintraf. Der Mann ging demnach beim Schwimmen in Richtung Ufer plötzlich unter. Mehrere Menschen eilten den Angaben zufolge ins Wasser und zogen den 65-Jährigen an Land. Er wurde ins Krankenhaus gebracht.
Vor wenigen Wochen kam es auch in der Region zu einem besonders tragischen Vorfall. Ein sechsjähriger Junge befand sich Ende Juni gemeinsam mit seinen Eltern im Naturbad Schnaittenbach in der Oberpfalz. Am späten Nachmittag ging das Kind nach ersten Erkenntnissen unbeaufsichtigt in das Wasser, obwohl es nicht schwimmen konnte. Kurz darauf wurde der Junge vom Bademeister aus dem Wasser geborgen. Zwei Kinder machten diesen auf den bewegungslosen Jungen im Wasser aufmerksam. Gemeinsam mit einem zufällig anwesenden Arzt wurden umgehend Reanimationsmaßnahmen eingeleitet. Anschließend wurde der Junge mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Dort verstarb das Kind trotz weiterer Reanimationsversuche. Tragischerweise sei jegliche Hilfe für den kleinen Jungen am Ende zu spät gekommen, berichtet das Polizeipräsidium Oberpfalz in einer Pressemitteilung von Montagmittag (29. Juni 2026).
Die Kriminalpolizei Amberg bittet im Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen nun auch Zeugen, welche Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Badeunfall gemacht haben, sich bei der Kriminalpolizei Amberg unter der Telefonnummer 09621/890-0 oder jeden anderen Polizeidienststelle zu melden. Insbesondere werden die Ersthelfer sowie zwei circa 6 - 7 -jährige Kinder, welche den Sechsjährigen bewegungslos im Wasser entdeckt hatten, gebeten, sich mit ihren Eltern bei der Polizei zu melden.
Die Polizei weist noch einmal eindringlich für ein sicheren Badeausflug darauf hin:
Schwimmkenntnisse prüfen: Gehen Sie niemals ins Wasser, wenn Sie sich nicht absolut sicher in der Tiefe und den Bedingungen des Gewässers bewegen können
Vorsicht bei fließenden Gewässern: Fließende Gewässer bergen auch für erfahrene Schwimmer Gefahren und sollten nur außerhalb des Strömungsbereich genutzt werden
Keine Selbstüberschätzung: Auch bei warmer Luft kann die Wassertemperatur zu einem Kälteschock führen, der körperliche Reaktionen wie Atemnot auslöst
Niemals allein baden: Suchen Sie zum Schwimmen immer Orte auf, an denen im Notfall Hilfe schnell verfügbar ist
Aufsichtspflicht beachten: Kinder und Jugendliche dürfen niemals ohne direkte Aufsicht eines Erwachsenen in der Nähe von Gewässern spielen
Schnelle Hilfe leisten: Bei scheinbar ertrinkenden Personen Unbeteiligte dazu holen, den Notruf wählen und möglichst von Land Hilfe leisten und ohne sich selbst in Gefahr zu bringen