Pegnitz - Ein schwer betrunkener Lkw-Fahrer hat mit 3,08 Promille seinen Sattelzug quer über zwei Fahrspuren einer Rastanlage gestellt, eine Laterne umgefahren – und anschließend einen Polizeibeamten am Arm verletzt.

Am Samstag gegen 15.40 Uhr entdeckte eine uniformierte Streife der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth an der Rastanlage Fränkische Schweiz (Fahrtrichtung Süden) einen Lkw mit Sattelauflieger, der quer über zwei Fahrspuren auf dem Lkw-Parkplatz stand. Darunter: eine umgefahrene Laterne. Auch ein Baum war angefahren und beschädigt worden.

Als die Beamten den Fahrer im Führerhaus ansprachen, bemerkten sie sofort einen starken Alkoholgeruch. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest brachte ein heftiges Ergebnis: 3,08 Promille.

Bei dem Fahrer handelte es sich um einen 31-Jährigen. Er bestritt zunächst, gefahren zu sein – doch ein Augenzeuge sowie die vor Ort am Fahrzeug ausgelesenen Daten widerlegten seine Aussage. Im Klinikum Pegnitz wurde eine Blutentnahme durchgeführt.

Um die beschädigte Laterne entfernen zu können, ohne den Lkw weiter zu beschädigen, wurde ein Abschleppdienst mit der Bergung beauftragt. Anschließend wurde der Fahrer zurück zur Rastanlage gebracht.

Dort eskalierte die Situation erneut: Als ein Polizeibeamter dem 31-Jährigen polizeiliche Unterlagen aushändigen wollte, verweigerte dieser deren Annahme. Der Beamte legte die Unterlagen daraufhin auf den Fahrersitz – woraufhin der Fahrer die Fahrertür so heftig zuwarf, dass der Beamte am Arm verletzt wurde. Der Mann wurde gefesselt und bis zur vollständigen Ausnüchterung in Polizeigewahrsam genommen. Die Nacht verbrachte er in einer Zelle der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth.

Das Abschleppunternehmen zog den Lkw von der Grünfläche und der Laterne herunter und transportierte ihn auf das eigene Firmengelände. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth wurde wegen einer möglichen Entziehung der Fahrerlaubnis informiert. Am Lkw sowie an der Laterne entstand jeweils ein Schaden von rund 10.000 Euro.


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