Kelheim - Ein Ausflug mit dem Schiff ist bei vielen beliebt. Doch auf der Donau ist dies gerade nur sehr eingeschränkt möglich. Die Hitzewelle stellt den Schiffverkehr vor große Herausforderungen.

Auch in dieser Woche sind und werden die Temperaturen wieder deutlich über 30 Grad steigen. Für die Menschen und die Natur ist die Hitzewelle eine Herausforderung. So auch für den Verlauf der Donau in Bayern. Der Wasserstand ist hier derzeit extrem niedrig. Für den Schiffsverkehr hat die Trockenheit drastische Konsequenzen. Wie news5 berichtet, können Ausflugsschiffe die enge Felsenschlucht rund um das historische Kloster Weltenburg kaum noch befahren. Der Wasserstand soll 50 Zentimeter niedriger sein als im Vorjahr, das bereits ebenfalls extrem war.

Für die Betreiber der Personenschifffahrt in Kelheim ist derzeit eigentlich Hauptsaison. Aufgrund der Hitze und des damit verbundenen niedrigen Wasserstandes müssen viele Fahrten abgesagt werden. Geschäftsführerin Karin Steibl erklärt: „Drei von vier Schiffen fahren aktuell nicht. Normalerweise wären die Schiffe voll“. Steibl spricht von einem Umsatzeinbruch von bis zu 95 Prozent. Mit Blick auf die nächste Woche ist sie eher pessimistisch. Hier sollen die heißen Temperaturen bleiben. Regen könnte den Pegel in den kommenden Wochen wieder anheben. Bis dahin bleibt der Ausflugsverkehr jedoch stark eingeschränkt.

Die anhaltende Sommerhitze und das Ausbleiben von
<p>Geschäftsführerin Karin Steibl betrachtet das Wetter in der kommenden Woche etwas pessimistisch. </p> © NEWS5 / Sebastian Pieknik/NEWS5

Steibl berichtet, dass auch die Gastronomie, Einzelhandel und Unterkünfte merken, dass deutlich weniger Gäste in die Region kommen. Sie erklärt, dass viele Gäste „Kelheim gar nicht anfahren“.

Die Lage sorge für große Unsicherheiten unter den Angestellten. Bei der Steibl Personenschifffahrt sind 20 Festangestellte sowie 10 bis 15 Aushilfskräfte beschäftigt. Eine Person soll wegen der unklaren Lage bereits gekündigt haben.