Nürnberg - Ein Drohanruf hat am Samstagabend einen Großeinsatz am Nürnberger Hauptbahnhof ausgelöst. Ein Unbekannter kündigte ein „Blutbad“ an. Die Bundespolizei sperrte daraufhin das betroffene Gleis ab.

Am Samstagabend ist am Nürnberger Hauptbahnhof ein Drohanruf eingegangen. Wie die Bundespolizei auf Nachfrage unserer Redaktion mitteilte, rief eine bislang unbekannte Person gegen 17.45 Uhr bei der 3-S-Zentrale an - eine Einrichtung am Bahnhof, die für Service, Sicherheit und Sauberkeit zuständig ist. Zuerst berichtete nn.de darüber.

Der Anrufer kündigte an, gegen 18 Uhr am Gleis 2 eintreffen und dort ein „Blutbad“ anrichten zu wollen. Nach Angaben der Polizei sprach die Person davon, gemeinsam mit zwei weiteren Tätern mit „Sturmgewehren und einer Brandbombe“ zu kommen. Ob die Personen mit einem Zug oder aus dem Stadtgebiet anreisen wollten, war zunächst unklar.

Daraufhin sperrten Einsatzkräfte die Zu- und Abgänge des betroffenen Gleises ab und fahndeten nach dem unbekannten Anrufer. Nach Angaben der Polizei war die Einsatzlage personell gut abgesichert, da am Wochenende ohnehin verstärkte Kontrollen aufgrund der Waffenverbotszone am Nürnberger Hauptbahnhof stattfanden. Eine Einsatzmannschaft aus Bayreuth unterstützte vor Ort beim Raumschutz. Gegen 19 Uhr wurde der Einsatz beendet und das Gleis wieder freigegeben.

Parallel ging auch am Hamburger Hauptbahnhof ein entsprechender Drohanruf ein. Auch dort kündigten Unbekannte eine Gewalttat an. An beiden Bahnhöfen kam es nach Angaben der Polizei zu keinem Vorfall. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit bestand nicht.


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