
Am Samstag, den 18. Juli 2026, gegen 14.15 Uhr, informierte ein 58-jähriger Mann mit Wohnsitz im Landkreis München den Polizeinotruf 110 darüber, dass er im Besitz einer Flüssigkeit wäre, die explosiv sein solle. Er hatte diese vor Jahrzehnten in Form eines Apothekerfläschchens gekauft und nun vor einem Verkauf festgestellt, dass es sich um eine gefährliche Chemikalie handle. Sofort wurde eine Polizeistreife sowie Einsatzkräfte der Feuerwehr zum Einsatzort geschickt. Diesen Vorfall macht das zuständige Polizeipräsidium aus München in einer Pressemitteilung publik.
Spezialkräfte der Münchner Polizei - so berichten es die Beamtinnen und Beamten in diesem Zusammenhang dann weiter - brachten anschließend in Absprache mit der Feuerwehr das besagte Fläschchen zu einem Feld. Dort wurde es in ein Loch im Erdboden eingelassen und dort kontrolliert durch die Fachkräfte gesprengt. Durch die Sprengung wurde niemand verletzt. Von der Chemikalie ging anschließend keine Gefahr mehr aus, betonen die Ermittlerinnen und Ermittler in der Stellungnahme weiter. Aufgrund des Einsatzes kam es zeitweise zu Absperrmaßnahmen von Fahrrad- und Fußgängerwegen.
Auch an anderer Stelle im Freistaat sorgte eine gefährliche Substanz vor wenigen Wochen für einen Großeinsatz. Damals erhielt die Polizei eine Mitteilung, dass sich ein Bewohner in einem Mehrfamilienhaus in der Georgenstraße psychisch auffällig und störend verhalten würde. Daraufhin fuhr eine Streife der Polizeiinspektion 12 (Maxvorstadt) zu dem Haus und konnte den dort wohnenden 45-jährigen Mann antreffen.
Bei den ersten Gesprächen drohte der 45-Jährige damit, dass er bei einem weiteren polizeilichen Vorgehen die eingesetzten Beamten mit einer säurehaltigen Substanz angreifen würde, erklärt das Polizeipräsidium München in einer entsprechenden Pressemitteilung.
Daraufhin wurden zur Unterstützung weitere Einsatzkräfte der Polizei, darunter auch Spezialeinheiten, zu dem Wohnhaus geschickt. Auch die Feuerwehr wurde über eine mögliche problematische Einsatzsituation durch das Ausbringen einer säurehaltigen Substanz informiert und schickte ebenfalls Einsatzkräfte zu dem Mehrfamilienhaus.
Für die Bereitstellung der Kräfte wurde die Georgenstraße für den Verkehr gesperrt. Gegen 11.45 Uhr konnte die Person von der Polizei in der Wohnung überwältigt werden. Die Wohnung wurde noch durchsucht. Außer typischen Haushaltsreinigungsmitteln wurden keine problematischen Substanzen in der Wohnung entdeckt, teilen die Beamtinnen und Beamten im Nachgang zu dem Vorfall weiter mit.
Der 45-Jährige wurde wegen der Bedrohung angezeigt und aufgrund seines psychisch auffälligen Verhaltens in eine psychiatrische Klinik gebracht. Bei dem Einsatz waren über 30 Polizeibeamte vor Ort. Die Münchner Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
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