Vorarlberg - Nachdem er über Kraftverlust klagte und das Kletterset aushängte, ist ein deutscher Urlauber im deutsch-österreichischen Grenzgebiet in die Tiefe gestürzt.

Ein deutscher Urlauber ist beim Klettern im österreichischen Vorarlberg am Samstag (18. Juli) tödlich verunglückt. Der Mann aus Fürth war nach Angaben der Landespolizeidirektion Vorarlberg gemeinsam mit einer Begleiterin unterwegs auf einem Klettersteig auf der Fluchtalpe in Mittelberg, nahe der deutschen Grenze. Gegen 12.50 Uhr hätten beide den südlichen Schafalpenkopf erreicht. Der Urlauber habe zuvor über Kraftverlust geklagt und geäußert, den Klettersteig unterschätzt zu haben, teilte die Polizei mit.

Als er sein Klettersteigset aushängte, habe er demnach das Gleichgewicht verloren und sei zunächst über steiles Gelände und anschließend rund 100 Meter über eine senkrechte Felswand in Richtung Deutschland abgestürzt. Der Mann erlitt nach Angaben der Polizei tödliche Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Er wurde mit einem Polizeihubschrauber geborgen. Weitere Details zur Identität des Toten wurden zunächst nicht bekannt.

Auch an anderer Stelle in Franken kam es zu einem Vorfall. Ein schwerer Gleitschirmunfall hat kürzlich im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld für einen größeren Einsatz von Rettungskräften gesorgt. Ein 62-jähriger Pilot stürzte beim Start mit seinem Gleitschirm aus rund 40 Metern Höhe ab und erlitt dabei schwere Verletzungen.

Der Unfall ereignete sich auf dem Segelfluggelände „Am Kreuzberg“ in Saal an der Saale. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Unterfranken sollte der Mann mit einer speziellen Seilwinde in die Luft gezogen werden. Noch während des Startvorgangs sorgten jedoch starke Windböen für Probleme. Durch die Turbulenzen verlor der Gleitschirmflieger die Kontrolle über sein Fluggerät. Das Windenseil löste sich vom Gleitschirm, woraufhin der Pilot in einen „unkontrollierten Flugzustand geriet“, so die Polizei weiter. Kurz darauf stürzte er aus etwa 40 Metern Höhe auf das Fluggelände.

Der 62-Jährige wurde beim Aufprall schwer verletzt. Anwesende Vereinsmitglieder hätten allerdings schnell reagiert und übernahmen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte die Erstversorgung.

Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst rückten daraufhin zum Unfallort aus. Eine Notärztin versorgte den Verletzten vor Ort, anschließend wurde er mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Wie es genau zu dem Absturz kommen konnte, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Fachkräfte der Polizei nahmen den Unfall vor Ort auf und prüfen nun die näheren Umstände.

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