
Laut einem Bericht der Bild wurde der 57-Jährige mit 171 Kilometern pro Stunde in einer Zone gemessen, in der nur Tempo 100 erlaubt war. 71 km/h zu viel - das ist keine knappe Sache, sondern eine der höheren Überschreitungskategorien, die das deutsche Verkehrsrecht kennt. Kahn soll seinen Führerschein dem Bericht zufolge bereits im Juli 2026 abgegeben haben. Offiziell bestätigt ist der Vorfall bislang nicht, Kahn selbst hat sich dazu nicht geäußert.
Verkehrsrechtsexperte Nicolas Frühsorger erklärte gegenüber der Bild, dass bei einer solchen Überschreitung in der Regel 700 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot fällig werden. Sollten die Behörden Kahn Vorsatz nachweisen können (was schwierig sein dürfte), könnte das Bußgeld demnach sogar noch deutlich höher ausfallen.
Dreimal an einem Tag geblitzt
Für Kahn wäre es nicht das erste Mal, dass er für mehrere Monate auf das Autofahren verzichten muss. Im März 2003 soll er laut Bild an einem einzigen Tag gleich dreimal geblitzt worden sein - einmal in Österreich, zweimal in Bayern - und musste seinen Führerschein für zwei Monate abgeben. 2009 folgte ein weiterer Vorfall auf der A8: Damals wurde er mit 163 km/h in einer Tempo-100-Zone gemessen. Das Amtsgericht Traunstein sprach ihn zunächst frei, nachdem ein Gutachter einen Lichtreflex als mögliche Ursache für die Messung angeführt hatte. Das Urteil wurde später aufgehoben, das Verfahren 2012 schließlich eingestellt.
Auch in jüngerer Vergangenheit häufen sich die Berichte: Im Februar 2022 soll Kahn seinen Führerschein für einen Monat abgegeben haben, Grund war laut Bild ein Geschwindigkeitsverstoß in Hessen. Danach ließ er sich unter anderem von seiner Frau Svenja zum Trainingsgelände des FC Bayern fahren. Anfang 2023 folgte dem Bericht zufolge der nächste Führerscheinverlust.