Regensburg - Bei den Regensburger Schlossfestspielen: Rockstar Peter Maffay findet auf der Bühne klare Worte für Demokratie und gegen Rechtsextremismus im Beisein von Schlossherrin Gloria von Thurn und Taxis.

Die Regensburger Schlossfestspiele sind im vollen Gange und mit ihnen auch die politische Debatte zwischen Künstlern und der Hausherrin: Gräfin Gloria von Thurn und Taxis. Erst vergangenes Jahr weigerte sich Schlagersängerin Vicky Leandros, ihr Konzert auf Schloss Emmeram in Regensburg wahrzunehmen, als bekannt wurde, dass die Gräfin die AfD-Chefin Alice Weidel eingeladen hatte. Auch sonst hat es in der Vergangenheit mehrfach Proteste zu den Festspielen gegeben.

Der Grund: Kritiker werfen der Hausherrin Nähe zu Rechtsextremen vor. Die Unternehmerin jedoch weist alle Anschuldigungen in Interviews von sich.

Auch dieses Jahr sorgt die mutmaßliche Nähe zum Rechtsextremismus wieder für Spannungen auf der Open-Air-Bühne. Erst am Donnerstag äußerte sich Rockstar Peter Maffay, bekannt für sein Engagement für Toleranz und Frieden, für ein friedliches Miteinander ohne Hass und gegen radikale Positionen. Laut der Deutschen Presseagentur wollte der Musiker eine Klarstellung zu diesem Konzert abgeben, gerade an diesem Ort, denn er sei so schön, wenn auch belastet durch einige Äußerungen und Positionierungen, Haltungen, die er nicht teile – so der Musiker.

„Wir respektieren die demokratischen Spielregeln. Wir respektieren unser Grundgesetz.“

Besonders wichtig sei Maffay der Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar. „Das gilt ungeachtet seiner Herkunft, seiner Hautfarbe oder seiner Religionszugehörigkeit“, so Maffay unter dem Applaus seines Publikums.

Radikale, rassistische, menschenverachtende Positionen lehne der Musiker klar ab. Egal woher jemand kommt, ob rechts, links oder aus der Mitte. Die einzige radikale Position, die Maffay akzeptiert, sei der Versuch, auf gleicher Augenhöhe und mit Respekt friedlich und ohne Hass miteinander umzugehen. Er beendete sein Statement mit den Worten: „Das war’s! Und jetzt wünsche ich uns allen viel Spaß – hoffentlich auf einem gemeinsamen Nenner.“

Ob dies das letzte Statement hinsichtlich der mutmaßlichen politischen Ansichten von Thurn und Taxis ist, bleibt abzuwarten, denn die Festspiele dauern noch bis zum 19. Juli an und bis dahin folgen noch Künstler wie der Latin-Pop-Superstar Alvaro Soler und der US-amerikanische Jazzsänger Gregory Porter.

Rockstar Peter Maffay bei seinem Auftritt bei den
<p>Rockstar Peter Maffay bezog Stellung gegen radikale Positionen und für Frieden und Demokratie.</p> © Ute Wessels/dpa