Fürth - Schlagerstar Heino hat am vergangenen Wochenende der Kleeblattstadt einen Besuch abgestattet, sehr zur Freude von Oberbürgermeister Thomas Jung, der die Gelegenheit für ein Selfie nicht ausließ.

In der Fürther Innenstadt war am vergangenen Wochenende ordentlich was los: Neben dem Fürth Festival, dass nach einer kleinen Verjüngungskur in diesem Jahr wieder mit vielen regionalen und überregionalen Musiker und Musikerinnen gratis für Open Air Feeling in der ganzen Kleeblattstadt sorgte, stattete auch ein ganz besonderer Gast Fürth einen Besuch ab.

Schlagerstar Heino, bekannt durch Hits wie „Edelweiß“ oder „Blau blüht der Enzian“ war am Samstag in einer Boutique am Rathaus anzutreffen, wo er gemeinsam mit dem Berliner Entertainer Julian F.M. Stöckel für ein Event gebucht wurde, erklärt Fürth Aktuell den Hintergrund.

Heino in der Kleeblattstadt - die Fürther freut‘s

Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung lichtete sich kurzerhand mit dem inzwischen 87-Jährigen ab und postete das Ergebnis auf Facebook. „Immer noch voll aktiv mit vielen Konzerten in der Republik, Wow!“ schreibt Jung dazu. Darunter zahlreiche freundliche Kommentare: „Heino und Dr. Thomas Jung 2 Legenden“ oder „Zwei coole Socken“. Dabei hat der Besuch in der vollen Innenstadt bereits im Vorfeld für viel Aufsehen gesorgt; „Deshalb die Security, hab mich schon gewundert“, schreibt eine Nutzerin.

Auf dem Fürth Festival aufgetreten ist die die Ikone der deutschen Volksmusik, die zuletzt wegen Auftritten mit patriotischer Symbolik in die Diskussion geraten ist, zwar nicht, doch wie Thomas Jung richtigerweise in seinem Beitrag anmerkt, ist der rüstige fast 90-Jährige alles andere als inaktiv. Derzeit tritt er in der ganzen Republik im Rahmen seiner „Made in Germany“ Tournee auf. Beispielsweise am 19. Juli im Harz und am 25. Juli auf Rügen.

„In die rechte politische Ecke gestellt“

Zuletzt hat Heino durch seine Klage gegen die AfD für Schlagzeilen gesorgt: Der Volksmusiker habe beim Landesgericht Innsbruck eine Klage wegen immateriellen Schadens über 30.000 Euro eingereicht, sagte sein Manager Helmut Werner der Deutschen Presse-Agentur. Es seien durch die AfD Uckermark Persönlichkeitsrechte und Markenrechte des 87-Jährigen verletzt worden. Zuvor hatte die Märkische Oderzeitung berichtet.

Grundsätzlich wehre sich Heino gegen die Vereinnahmung seiner Person für politische Zwecke, so Werner. Die AfD-Wahlwerbung sei ein Nährboden dafür, dass Heino in die rechte politische Ecke gestellt werde, wo er nicht hingehöre, sagte Werner. Der AfD-Politiker Felix Teichner hatte vor der Landratswahl in der Uckermark im April in sozialen Medien geschrieben: „Am Sonntag würde Heino Felix wählen.“ „Das hätte er nicht getan“, sagte Werner jetzt.

Die Klage sei ein „ganz klares Zeichen gegen unerlaubte Wahlwerbung mit bekannten Gesichtern“, sagte der Manager weiter. Es werde auch geprüft, ob gegen den AfD-Politiker selbst noch juristisch vorgegangen werde.

Auf der Bühne ein Patriot

Heino, der mit seinen Volksliedern und bei seinen Auftritten eine stark patriotische Seite pflegt, habe sich in jüngerer Zeit nur einmal öffentlich politisch geäußert, sagte Werner. Er habe sich bei der vergangenen Bundestagswahl als CDU-Wähler und Unterstützer von Friedrich Merz positioniert.

Die AfD Uckermark hatte nach Gerichtsangaben bereits eine Unterlassungserklärung abgegeben. Damit verpflichtet sie sich, solche Werbung künftig zu unterlassen.

Eklat um Zusatzkonzert für Feuerwehrmann sorgt für Kritik

Besonders in der Kritik stand Heino für ein Konzert, das er aus Solidarität mit einem Feuerwehrmann aus Brandenburg gegeben hat. Hintergrund des Auftritts im Kurort Bad Belzig ist ein Eklat um das Abspielen der historisch belasteten Liedzeilen des Deutschlandlieds bei der Deutschen Meisterschaft im Feuerwehrsport im vergangenen August.

Ein Feuerwehrmann aus Bad Belzig wurde deshalb vom Feuerwehrverband geschasst. Heino wertet das als übertrieben und plante bei seiner Tournee das Zusatzkonzert ein.

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