Amberg - Ein Mann mit einer Waffe sorgt für Aufruhr in einem Zug. Einem Zugbegleiter fällt der Gegenstand auf, die Polizei rückt an.

Ein Mann mit einer Pistole in einem Zug hat einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Zugbegleiter bemerkte die Waffe in einem Regionalexpress, der nach Amberg unterwegs war, und rief die Polizei, wie die Polizei mitteilte. Bei einem 41 Jahre alten Fahrgast fanden die Beamten demnach eine Softair-Pistole und ein gefülltes Magazin am Gürtel befestigt.

Der Mann stand laut den Ermittlern unter Drogen. Er soll so berauscht gewesen sein, dass er keine Erklärung zu seinem Handeln abgeben konnte. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe zu keinem Zeitpunkt bestanden, so die Polizei. Gegen den 41-Jährigen wird nun wegen Verstößen gegen das Waffengesetz ermittelt.

Weiterer Einsatz an anderer Stelle im Freistaat

Die Mitteilung einer Schülerin löste am Donnerstagmorgen (09. Juli 2026) zudem einen Großeinsatz der Polizei in Würzburg aus. Nach ersten Erkenntnissen kann jedoch Entwarnung gegeben werden. Die Ermittlungen laufen jedoch weiter.

Um 08.05 Uhr wurde über die Grundschule Lengfeld gemeldet, dass eine Schülerin an der Bushaltestelle „Ökumenisches Zentrum“ eine verdächtige männliche Person gesehen habe. Der Mann sei - so berichtet es das Polizeipräsidium Unterfranken in einer Pressemitteilung dann weiter - mit einer Waffe in Richtung des Spielplatzes an der Kürnachtalhalle gelaufen. Das Mädchen will auch ein lautes Knallgeräusch gehört haben, teilen die Beamtinnen und Beamten in diesem Zusammenhang noch mit.

Unverzüglich wurden deshalb mehrere Streifen der Polizei Würzburg-Stadt an die Einsatzörtlichkeit beordert. Da sich im nahen Umfeld mehrere Kindergärten und Schulen befinden, waren auch hier uniformierte Polizeieinsatzkräfte sichtbar eingesetzt. Die sofort eingeleitete Fahndung nach der verdächtigen Person ist ergebnislos verlaufen. Weitere zu der geschilderten Situation passende Hinweise aus der Bevölkerung gab es nicht.

Erste Erkenntnisse: Kein Hinweis auf Bedrohungssituation

Im Zuge der ersten und zügig vorangetriebenen Ermittlungen von Ort konnte eine Patronenhülse aufgefunden werden. Nach Rücksprache mit dem Bayerischen Landeskriminalamt handelt es sich hierbei um eine Treibladung für eine Softair-Pistole. Ob diese im Zusammenhang mit den Angaben der Schülerin steht, ist nun Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise auf eine tatsächliche Gefahrensituation im Bereich der Bushaltestelle oder an einer anderen Örtlichkeit, betont das Präsidium in der Stellungnahme. Die Polizei Würzburg nimmt die Mitteilung des Mädchens jedoch ernst und geht der Sache mit der gebotenen Akribie nach. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es jedoch keine Hinweise auf eine tatsächliche Bedrohungssituation im Bereich der Bushaltestelle oder an einer anderen Örtlichkeit im Stadtgebiet, die damit im Zusammenhang stehen könnte.

Hinweis und Appell der Polizei - Spekulationen nicht hilfreich

„In diesem Zuge ergeht die eindringliche Bitte: Beteiligen Sie sich nicht an Spekulationen in WhatsApp-Gruppen oder auf Social Media. Verbreiten Sie nur gesicherte Informationen der Polizei“ - heißt es von Seiten der Polizei zu dem Vorfall abschließend.

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