Herzogenaurach - Gerade mal gut 25 Kilometer entfernt von Nürnberg liegt das größte Adidas Outlet. Bei Schnäppchenjägern ist der Fabrikverkauf beliebt. Doch wie viel lässt sich dort tatsächlich sparen?

Rund 25 Minuten Autofahrt entfernt von Nürnberg liegt das Adidas Outlet in Herzogenaurach. Über die A3 ist dieses bequem mit dem Pkw zu erreichen. Im Jahr 2003 eröffnete der bekannte Sportwarenhersteller mit den drei Streifen dort am Olympiaring 2 sein bislang größtes Outlet. Auf gut 2500 Quadratmetern Verkaufsfläche und über zwei Stockwerke verteilt bietet Adidas hier seine Ware an. Dazu zählen etwa Vorjahreskollektionen, intakte Rücksendungen aus dem Onlinehandel, sogenannte „Zweite-Wahl-Artikel“ oder Produktreihen mit fehlenden Größen, wie Adidas gegenüber unserer Redaktion bestätigt. Das Sortiment reicht demnach von Laufschuhen über Fußballtrikots bis hin zu Golfkleidung.

Jährlich nehmen zahlreiche Kundinnen und Kunden teils lange Wege auf sich, um dort shoppen zu gehen. Immer wieder legen Reisende einen Stopp bei dem großen Verkaufsstandort ein. Das Outlet gilt als Mekka für „sportliche Schnäppchen“. Doch sparen Verbraucherinnen und Verbraucher dort wirklich?

Adidas Outlet in Herzogenaurach: Wie viel Geld sparen Kundinnen und Kunden hier?

Pauschal lässt sich das wohl nicht beantworten. „Die Produktpreise sind meist um 30 Prozent oder sogar mehr reduziert“, teilt Adidas auf nordbayern.de-Nachfrage mit. Grundsätzlich gilt zwar, dass die Produkte dort ganzjährig zu einem Outlet-Preis angeboten werden, der unter der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) liegt. Doch längst sind nicht alle Produkte günstiger, die in Herzogenaurach verkauft werden, als anderswo.

Wie der Name es bereits ausdrückt, ist die unverbindliche Preisempfehlung lediglich ein vom Hersteller oder Großhändler vorgeschlagener Verkaufspreis. Er dient daher als Orientierungshilfe für Verbraucherinnen und Verbraucher und soll für einheitliche Preise sorgen. Wie die Verbraucherzentrale Bayern mitteilt, stellen Unternehmen selten aktuell geforderte Preise eigenen Preisen gegenüber. Vielmehr greifen sie bei der Bewerbung von Rabatten auf einen Vergleich mit der UVP zurück. Tatsächlich werde der UVP nur selten gefordert. Er diene eher als Marketinginstrument, um die eigenen Preise als besonders günstig erscheinen zu lassen, schreibt die Verbraucherzentrale Bayern in einem Paper zum Thema „fehlende Preistransparenz bei Rabatten“.

So locken auch beispielsweise Läden in den Innenstädten immer wieder mit Rabatten etwa im Saison-Schlussverkauf. Und auch online werden Artikel auf unterschiedlichen Seiten zu unterschiedlichen Preisen angeboten. Das heißt im Umkehrschluss: Vergleichen vor dem Kauf lohnt sich - gerade für Schnäppchenjäger.

Wer noch nicht genug von Outlets hat, findet in der Region zahlreiche weitere. Allein in Herzogenaurach haben beispielsweise der Sportwarenhersteller Puma, die Bekleidungskette s.Oliver und der Konzern Nike Outlet-Standorte.