Nürnberg - Vorsorglich startet Supermarkt-Gigant Rewe einen Rückruf für tiefgekühlte Beeren seiner Eigenmarke. Bei Stichproben wurden gefährliche Erreger nachgewiesen.

Wie am Mittwoch, 8. Juli 2026, bekannt wurde, hat der spanische Lieferant Eurogroup España Frutas y Verduras S.A.U. im Sinne eines vorbeugenden Verbraucherschutzes einen dringenden Rückruf für ein beliebtes Tiefkühlprodukt gestartet. Betroffen ist die „ja!“-Beerenmischung im 750-Gramm-Beutel. Bei Stichproben wurden gefährliche Hepatits-A-Erreger nachgewiesen. Vom Verzehr wird daher dringend abgeraten.

Laut Herstellerangaben betrifft die Warnung ausschließlich Produkte mit folgenden Merkmalen:

  • Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD): 15.03.2028
  • Chargennummer: L-26085
  • GTIN / Barcode: 4337256908795

Andere Chargen oder Produkte mit abweichenden Haltbarkeitsdaten sind nicht betroffen und könnten den Angaben zufolge bedenkenlos verzehrt werden. Das betroffene Produkt wurde bereits flächendeckend aus dem Verkauf genommen. Kunden können bereits gekaufte Beutel in jeder Rewe-Filiale zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

Nicht nur die Eigenmarke von Rewe ist von einem Rückruf betroffen, sondern inzwischen auch die gefrorenen Beeren-Mixe der Jütro Tiefkühlkost GmbH & Co. KG, die bei Lidl, Netto und Aldi verkauft worden sind: Bei der Beerenmischung besteht der Verdacht, dass Chargen mit Noroviren kontaminiert seien. Inzwischen ist der Rückruf ausgeweitet: Weitere Chargen und Mindesthaltbarkeitsdaten sind nun betroffen.

Gesundheitsrisiko durch Hepatits A

Grund für die Maßnahme ist der Nachweis von Hepatitis-A-Viren im Rahmen von Qualitätsuntersuchungen. Eine Infektion äußert sich meistens nach zwei bis sieben Wochen, durchschnittlich sind es vier Wochen. Gegen Hepatits A und B gibt es Impfungen.

Zu den typischen Symptomen gehören: Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen, ein allgemeines Krankheitsgefühl und leichtes Fieber. Auch Gelbsucht (Gelbfärbung von Haut und Augen), dunkler Urin, heller Stuhl und starker Hautjuckreiz sind möglich.

Während die Beschwerden meist nach wenigen Tagen bis Wochen abklingen, drohen insbesondere älteren Menschen oder Personen mit bestehenden Leberschäden schwere Krankheitsverläufe.

Verbraucher, die das Produkt bereits gegessen haben und Symptome aufweisen, sollten umgehend einen Arzt aufsuchen und den Verdacht gezielt äußern. Für nicht geimpfte Personen besteht zudem die Möglichkeit einer sogenannten Riegelungsimpfung: Eine postexpositionelle Impfung innerhalb von 14 Tagen nach dem Verzehr kann den Ausbruch der Krankheit in vielen Fällen noch effektiv verhindern. Betroffene sollten dies schnellstmöglich medizinisch abklären lassen.

Anfragen von Verbraucherinnen und Verbrauchern beantwortet der Kundenservice unter frozen@eurogroupsa.es

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