
Wo zuletzt über Monate Bagger, Bauzäune und Absperrungen das Bild prägten, stehen nun zusätzliche Bäume, neue Sitzgelegenheiten und ein Wasserspiel. Nach rund einem Jahr Bauzeit ist die Umgestaltung des östlichen Lorenzer Platzes abgeschlossen. Die Stadt Nürnberg hat den Platz am Montag offiziell freigegeben, wie sie in einer Pressemitteilung veröffentlicht.
Die auffälligste Veränderung: Statt bisher fünf, wachsen auf dem Platz nun zehn Bäume. Nach Angaben der Stadt wurden außerdem mehr als 360 Quadratmeter versiegelte Fläche zurückgebaut, damit Regenwasser künftig besser versickern kann. Ergänzt werde die Neugestaltung durch Staudenbeete, einen Trinkwasserbrunnen und ein interaktives Wasserspiel, bei dem Kinder durch Bewegungen Wasserfontänen auslösen können.
Stellflächen und Sitzmöglichkeiten: Das hat sich am Lorenzer Platz in Nürnberg getan
Auch die Aufenthaltsbereiche seien überarbeitet worden, erklärt die Stadt. Neue Sitzmöglichkeiten, ein barriereärmerer Granitbelag sowie eine modernisierte Beleuchtung sollen den Platz attraktiver machen. Zudem wurden Stellflächen für Fahrräder und E-Scooter neu geordnet.
„Der Lorenzer Platz zeigt sehr anschaulich, wie wir unsere Innenstadt Schritt für Schritt an den Klimawandel anpassen: mit mehr Grün, mehr Schatten, mehr Wasser und mehr Aufenthaltsqualität“, betonte Oberbürgermeister Marcus König. Bürgermeister Andreas Krieglstein räumte zugleich ein, dass Baustellen in der Altstadt für Anwohner und Besucher mit Unannehmlichkeiten verbunden seien. „Sie bedeuten Lärm, Umwege und Einschränkungen“. Der nun fertiggestellte Platz solle aber zeigen, „wofür sich diese Anstrengung lohnt“.
Über 2 Millionen Euro Kosten für Lorenzer Platz - Bauarbeiten von Archäologen begleitet
Während der Bauphase begleiteten Archäologen die Erdarbeiten. Denn während der Arbeiten wurden nach Angaben der Stadt Mauerreste aus dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit sowie einzelne umgelagerte Bestattungen des ehemaligen Lorenzer Friedhofs gesichert und dokumentiert.
Die Neugestaltung kostete rund 2,36 Millionen Euro, heißt es in der Mitteilung. Ein Großteil der Finanzierung stammt aus Fördermitteln des Bund-Länder-Programms „Lebendige Zentren“.
