Tuerredda - Handtücher liegen dicht an dicht, im Meer ist das Wasser vor Menschen kaum zu sehen. Damit sich solch ein Bild nicht zeigt, hat ein Strand in Italien reagiert. Dort ist der Zugang inzwischen nur mit Reservierung möglich.

Der Strand Tuerredda gilt als einer der bekanntesten Sardiniens. Jährlich zieht es tausende Besucherinnen und Besucher wegen des kristallblauen Wassers und des weißen Sandstrands dorthin in den Süden der Insel. Das Phänomen des Massentourismus ist auch hier längst kein Neues mehr, und so hat die Gemeinde Teulada Konsequenzen gezogen: Um den Tourismusansturm zu kontrollieren, benötigen Badegäste inzwischen eine Reservierung per App für das beliebte Ausflugsziel.

Schon im vergangenen Sommer hatte die Gemeinde Teulada das digitale Zugangssystem getestet. Scheinbar mit Erfolg, denn in diesem Jahr setzt sie erneut darauf. Das heißt: Touristinnen und Touristen müssen sich der Gemeinde-Website zufolge vom 2. Juni bis 11. Oktober 2026 um ein Onlineticket bemühen, ansonsten dürfen sie nicht an den Strand. Jeden Tag sind so 1100 Plätze verfügbar.

Doch mit der Buchung ist es nicht getan: Wer baden will, muss zudem zahlen. Der Eintrittspreis, der bei der Reservierung erhoben wird, liegt aktuell bei drei Euro pro Tag und Person. In einem Buchungsprozess können der Website zufolge maximal sechs Personen angemeldet werden, zudem ist lediglich eine Reservierung pro Tag möglich. Erst Kinder ab zwölf Jahren benötigen eine eigene Reservierung, für die Kleinen ist das demnach nicht nötig.

Wie läuft die Buchung ab?

Und so geht’s: Online müssen sich potenzielle Strandgäste zunächst für einen Besuchstag entscheiden und die Verfügbarkeit der freien Plätze im gewählten Zeitraum checken. Reservierungen für den Folgetag sind der offiziellen Buchungswebsite zufolge immer ab acht Uhr möglich. Nach der erfolgreichen Buchung erhalten Besucherinnen und Besucher dann ein Online-Ticket mit QR-Code.

Tuerredda ist Medienberichten zufolge nicht der einzige Strand auf Sardinien, für den Badegäste vor ihrem Besuch einen Platz reservieren müssen. Viele beliebte Urlaubsziele in Italien kämpfen mit den Folgen des Massentourismus und haben deshalb reagiert. An anderen Stränden wie Cala dei Gabbiani, Cala Biriala, Cala Goloritzé, Cala Sisine oder La Pelosa gelten ähnliche Regelungen wie am Strand Tuerredda, um den Andrang zu regulieren.