Nürnberg - Traumhaftes Wetter: So reinigst und pflegst du deine Holzterrasse und deinen Balkon richtig. Kennst du diese wichtigen Tipps und Tricks?

Die Sonne ist auch in Franken mittlerweile zum täglichen Begleiter geworden. So mancher steht mit Spaten in der linken und Blumentopf in der rechten Hand bereit, um endlich auch im Garten oder auf dem Balkon den Frühling und Sommer einläuten zu können. Bevor du dich aber ans Umgraben, Einpflanzen und Dekorieren machst, lohnt sich ein Blick zu Boden.

Hast du eine Holzterrasse? Oder einen Balkon mit Holzdielen oder Holzfliesen?

Dann solltest du die vorher einmal gründlich reinigen und pflegen – und das am besten zu einer regelmäßigen Routine werden lassen.

Wann du Holz unbedingt reinigen solltest

Holz ist noch immer beliebt. Der natürliche Rohstoff schafft eine warme und gemütliche Atmosphäre – braucht aber auch viel Pflege. Mit der Zeit verwittert es, wenn es ganzjährig draußen den Jahreszeiten ausgesetzt ist. Besonders Regen und Schnee lassen Holzterrassen und Balkone mit der Zeit grau aussehen.

Zweimal jährlich solltest du deshalb ran – am besten im Frühling und im Herbst. Wichtig: Die Holzoberfläche sollte beim Reinigen vollständig trocken sein. Lackiertes Holz solltest du im besten Fall vorher abschleifen oder abbeizen.

Holzoberflächen saubermachen – so geht‘s

Schiebst du das Reinigen zu lang auf, können Schmutzpartikel tief in die Holzporen eindringen. Befreie die Oberfläche deshalb zuerst von grobem Schmutz, Blättern und Ablagerungen – ein Besen oder ein Laubbläser eignen sich dafür gut.

Helfen können auch chemische Reinigungsmittel mit sogenannten Tensiden. Die lässt du einige Zeit einwirken und spülst sie dann gründlich mit Wasser ab. Bei hartnäckigen Verschmutzungen musst du zum Schrubber oder einer gröberen Bürste greifen. Je tiefer der Schmutz schon ins Holz eingedrungen ist, desto öfter solltest du den Vorgang wiederholen.

Hochdruckreiniger: Ja oder nein?

Ein Hochdruckreiniger oder Akku-Druckreiniger kann den Reinigungsprozess natürlich verkürzen – aber Vorsicht: Gerade weiches Holz kann dabei beschädigt werden. Der hohe Druck lässt die obere Holzschicht auffasern, die Oberfläche wird rau und Splitter können sich lösen. Hartholz oder geölte Gartenmöbel halten die Hochdruckreinigung meist problemlos aus.

Wenn du einen Hochdruckreiniger nutzt: Nicht auf der höchsten Stufe arbeiten und unbedingt auf eine rotierende Bürste achten – die ist deutlich schonender als Flachstrahldüsen.

Bauliche Maßnahmen gegen starke Verschmutzung

Wer noch mit dem Gedanken spielt, eine Holzterrasse zu bauen oder von Grund auf zu erneuern, kann sich die Reinigung von vornherein leichter machen: Wenn die Terrasse leicht abfällt, fließt Wasser besser ab – das schützt vor Feuchtigkeit. Und auch nachträglich lassen sich gegebenenfalls noch Entwässerungsrinnen installieren.

Die richtigen Reinigungsmittel für natürlichen Farbton

Grünbeläge sind normale Verwitterungserscheinungen – abschleifen musst du dafür nicht. Du brauchst aber spezielle Reinigungsmittel aus dem Fachhandel. Grünbelagsentferner gibt es schon für 5 bis 10 Euro. Wer sparen möchte, kann es zunächst mit einem Eimer warmem Wasser und drei Esslöffeln Waschsoda probieren – kombiniert mit etwas Kernseife hat das durch die enthaltenen Pflanzenöle sogar einen leicht pflegenden Effekt.

Ist deine Terrasse stark vergraut, solltest du im ersten Schritt zu einem Holzentgrauer greifen. Den gibt‘s im Baumarkt für etwa 15 bis 30 Euro. Entgrauer enthalten ein Bleichmittel, das den Grauschleier entfernt und den natürlichen braunen Farbton wieder zum Leuchten bringt.

Die richtige Pflege nach der Reinigung

Für die Pflege nach dem Reinigen gibt es ein fast grenzenloses Angebot. Pflegeemulsionen auf Naturölbasis dringen tief in die Holzoberfläche ein und eignen sich für eine schonende, aber intensive Pflege – besonders gut bei Thermoholz und kesseldruckimprägnierten Produkten. Restfeuchtigkeit kann entweichen, das Holz kann atmen und die Oberfläche wird trotzdem schmutz- und weitgehend wasserabweisend. Außerdem sind sie gesundheitlich unbedenklich. Gleiches gilt für Lasuren auf Wasserbasis.

Im Fachhandel findest du für nahezu jede Holzart die passende Pflegeemulsion. Trag das Mittel einfach gleichmäßig auf der gereinigten und getrockneten Fläche auf und entferne überschüssige Reste anschließend mit einem Flächenstreicher oder einem flusenfreien Tuch. Danach mindestens acht Stunden trocknen lassen.

Diese Pflegemaßnahme schützt vor Regenschauern im Sommer und verleiht deiner Terrasse oder deinem Balkon neuen Glanz. Dann steht lauschigen Abenden mit Freunden nichts mehr im Weg!