
Die Stadt Nürnberg richtet an der Norikusbucht am Wöhrder See künftig regelmäßig eine Badeaufsicht ein. Von Mai bis September sind an Wochenenden und gesetzlichen Feiertagen Einsatzkräfte der DLRG und der BRK-Wasserwacht jeweils von 12.30 bis 18 Uhr vor Ort. Mindestens drei qualifizierte Helferinnen und Helfer sollen dann die Sicherheit der Badegäste gewährleisten.
Die Norikusbucht hat sich seit ihrer Neugestaltung zu einem stark frequentierten Treffpunkt für Badegäste, Familien und Kinder entwickelt. Mit den steigenden Besucherzahlen seien auch die Anforderungen an die Sicherheit gewachsen, teilt die Stadt mit.
Umwelt- und Gesundheitsreferentin Britta Walthelm betont, gerade an heißen Sommertagen brauche es sichere und gut erreichbare Möglichkeiten zur Abkühlung. Wasserflächen wie die Norikusbucht leisteten angesichts zunehmender Hitzeperioden einen wichtigen Beitrag zur Aufenthaltsqualität in der Stadt.
Auch Bürgermeister und erster Sör-Werkleiter Andreas Krieglstein hebt die Bedeutung der neuen Regelung hervor. Besonders wichtig sei, dass die Badeaufsicht durch ehrenamtliche Kräfte getragen werde. Ihr Einsatz sei alles andere als selbstverständlich und verdiene großen Dank.
Nach Angaben der beteiligten Hilfsorganisationen geht es dabei nicht nur um Rettungseinsätze im Wasser. Die Einsatzkräfte kümmern sich auch um kleinere Verletzungen und sorgen generell für mehr Sicherheit am Badestrand. Gleichzeitig könne der Standort genutzt werden, um den Nachwuchs im Wasserrettungsdienst auszubilden.
Eine gesetzliche Verpflichtung für eine Badeaufsicht am Wöhrder See gibt es nicht. Dennoch hatte es bereits in den vergangenen beiden Jahren freiwillige Einsätze gegeben: 2024 durch die DLRG, 2025 durch die BRK-Wasserwacht. Laut Stadt wurden diese Angebote von den Badegästen sehr positiv aufgenommen. Deshalb haben Stadt, DLRG und Wasserwacht nun eine langfristige Vereinbarung geschlossen.
Die Badeaufsicht erfolgt vollständig ehrenamtlich. Die Stadt Nürnberg übernimmt nach eigenen Angaben die Kosten für die mobile Rettungsstation sowie weitere laufende Ausgaben. Für die laufende Saison wird zunächst eine mobile Sanitätsstation angemietet. Langfristig ist eine eigene Station vorgesehen, außerdem soll ein dauerhafter Stromanschluss geschaffen werden.
Mit der neuen Vereinbarung soll die Sicherheit an der Norikusbucht dauerhaft verbessert werden – insbesondere für Kinder und Familien.