
In der Nacht zum Dienstag kam es im Bereich der Heiligkreuzstraße in Coburg zu einer gefährlichen Körperverletzung sowie einer sexuellen Belästigung. Eine 18-Jährige und ihr 19-jähriger Freund befanden sich gegen 1.30 Uhr auf dem Heimweg aus der Innenstadt, als sie von einer vierköpfigen Männergruppe verfolgt wurden. Auf Höhe der Heiligkreuzstraße sei die Gruppe auf die beiden Passanten zugerannt, so die Beamten in einer Mitteilung. Zwei der Unbekannten bedrängten die Frau und „fassten sie mehrfach unsittlich an“, so die Mitteilung. Als der Begleiter der jungen Dame dazwischen gehen wollte, eskalierte die Situation noch weiter.
Zwei der Täter schlugen zunächst auf den Mann ein. Im weiteren Verlauf attackierte der Haupttäter den 19-Jährigen mit einem Schlagring, woraufhin dieser zu Boden ging. Die beiden anderen Unbekannten traten anschließend auf den am Boden liegenden Mann ein. Als sich mehrere Passanten in der unmittelbaren Nähe sammelten, ergriffen die Täter die Flucht. Sie rannten über die Heiligkreuzstraße in Richtung Allee und von dort weiter in die Untere Klinge. Eine Fahndung der Polizei in der Nacht verlief zunächst erfolglos.
Nächtlicher Angriff in Coburg: Tatverdächtige identifiziert
Der 19-Jährige musste mit leichten Verletzungen ins Klinikum Coburg eingeliefert werden. Seine Freundin blieb zumindest körperlich unverletzt. Die Polizei leitete daraufhin umfangreiche Ermittlungen ein, veröffentlichte einen Zeugenaufruf und sicherte die Videosequenz eines Ladengeschäfts, auf der die Gesuchten zu sehen waren.
Am Donnerstagnachmittag erschienen dann zwei Personen wegen einer anderen Angelegenheit zu einer Vernehmung bei der Polizeiinspektion Coburg. Eine Beamtin erkannte die beiden Tatverdächtigen dabei wieder. Im Zuge der anschließenden Ermittlungen konnten alle vier Mitglieder der mutmaßlichen Tätergruppe identifiziert werden. Es handelt sich um drei 15-Jährige und einen 16-Jährigen aus Coburg sowie dem Landkreis Coburg.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft bzw. der zuständigen Richterin wurden anschließend vier Objekte durchsucht. Die Beamten stellten hierbei den beim Angriff eingesetzten Schlagring sowie drei Handys sicher.
Gegen die vier Jugendlichen wurden Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, des Waffengesetzes und sexueller Belästigung eingeleitet.
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