
Zwei Männer sind in den Lech bei Kissing (Landkreis Aichach-Friedberg) gestürzt und gestorben. Ein 54-Jähriger kletterte am Freitag auf Steinen am Lechufer, rutschte ab und fiel in den Fluss, wie die Polizei mitteilte. Ein 24-jähriger Nichtschwimmer ging am Samstag am Lechufer spazieren und stürzte ebenfalls in diesen. In beiden Fällen retteten Passanten die Männer nach einiger Zeit aus dem Fluss. Jedoch starben beide später in Krankenhäusern.
Ein sechsjähriger Junge befand sich an anderer Stelle im Freistaat am Samstag, den 27. Juni 2026, gemeinsam mit seinen Eltern im Naturbad Schnaittenbach in der Oberpfalz. Am späten Nachmittag ging das Kind nach ersten Erkenntnissen unbeaufsichtigt in das Wasser, obwohl es nicht schwimmen konnte. Kurz darauf wurde der Junge vom Bademeister aus dem Wasser geborgen. Zwei Kinder machten diesen auf den bewegungslosen Jungen im Wasser aufmerksam. Gemeinsam mit einem zufällig anwesenden Arzt wurden umgehend Reanimationsmaßnahmen eingeleitet. Anschließend wurde der Junge mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Dort verstarb das Kind trotz weiterer Reanimationsversuche. Tragischerweise sei jegliche Hilfe für den kleinen Jungen am Ende zu spät gekommen, berichtet das Polizeipräsidium Oberpfalz in einer Pressemitteilung von Montagmittag (29. Juni 2026).
Die Kriminalpolizei Amberg bittet im Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen nun auch Zeugen, welche Wahrnehmungen im Zusammenhang mit dem Badeunfall gemacht haben, sich bei der Kriminalpolizei Amberg unter der Telefonnummer 09621/890-0 oder jeden anderen Polizeidienststelle zu melden. Insbesondere werden die Ersthelfer sowie zwei circa 6 - 7 -jährige Kinder, welche den Sechsjährigen bewegungslos im Wasser entdeckt hatten, gebeten, sich mit ihren Eltern bei der Polizei zu melden.
Die Polizei weist noch einmal eindringlich für ein sicheren Badeausflug darauf hin:
Schwimmkenntnisse prüfen: Gehen Sie niemals ins Wasser, wenn Sie sich nicht absolut sicher in der Tiefe und den Bedingungen des Gewässers bewegen können
Vorsicht bei fließenden Gewässern: Fließende Gewässer bergen auch für erfahrene Schwimmer Gefahren und sollten nur außerhalb des Strömungsbereich genutzt werden
Keine Selbstüberschätzung: Auch bei warmer Luft kann die Wassertemperatur zu einem Kälteschock führen, der körperliche Reaktionen wie Atemnot auslöst
Niemals allein baden: Suchen Sie zum Schwimmen immer Orte auf, an denen im Notfall Hilfe schnell verfügbar ist
Aufsichtspflicht beachten: Kinder und Jugendliche dürfen niemals ohne direkte Aufsicht eines Erwachsenen in der Nähe von Gewässern spielen
Schnelle Hilfe leisten: Bei scheinbar ertrinkenden Personen Unbeteiligte dazu holen, den Notruf wählen und möglichst von Land Hilfe leisten und ohne sich selbst in Gefahr zu bringen