Das Chaos in Bildern
"Logistisches Monster": VAG unter Hochdruck - Hitze legt Straßenbahnen in Nürnberg lahm
29.06.2026, 11:57 Uhr
Aufgeweichtes Bitumen, verschmutzte Gleise, Reinigungstrupps im Einsatz - und jetzt? Seit Samstag fährt keine Straßenbahn mehr in Nürnberg. Seither arbeitet die VAG mit viel Manpower und schwerem Gerät an der Wiederaufnahme.

1 von 19
1/19 - Seit Samstagabend fahren in Nürnberg keine Straßenbahnen mehr. Grund dafür sind großflächige Hitzeschäden im gesamten Stadtgebiet. Diese zu beseitigen, dauert nun länger als zunächst angekündigt. © Timo Schickler

2 von 19
2/19 - Die extremen Temperaturen der vergangenen Tage haben die Bitumenschicht an den Gleisen aufgeweicht. Nun ist klar: Auch über den gesamten Dienstag und Mittwoch hinweg müssen die Straßenbahnen im Depot bleiben. © Irena Güttel/dpa

3 von 19
3/19 - Die Reinigungsarbeiten an Schienen und Fahrzeugen laufen seit Sonntag. VAG-Sprecherin Elisabeth Seitzinger gibt zu bedenken: "Es wird wahrscheinlich noch länger dauern." © Hans-Joachim Winckler

4 von 19
4/19 - Am Donnerstag soll eine erste Probefahrt stattfinden. Die Ersatzbusse fahren derzeit immer den nächsten U-Bahn-Knotenpunkt an und ersetzen die Straßenbahnlinien nicht komplett. © Hans-Joachim Winckler

5 von 19
5/19 - Mitarbeiter der VAG befreien in der Südstadt die Schienen von dem Bitumen. Hier in der Landgrabenstraße. © Hans-Joachim Winckler

6 von 19
6/19 - Auch am Rathenauplatz ist an Straßenbahnverkehr derzeit nicht zu denken. © Hans-Joachim Winckler

7 von 19
7/19 - Die VAG arbeitet mit Hochdruck daran, die Straßenbahnen nach dem hitzebedingten Ausfall wieder auf die Strecke zu kriegen. Hier an der Haltestelle Kohlenhof kommt ein Spezialreinigungsfahrzeug zum Einsatz. Die Strecke zum Plärrer ist zu Beginn die wichtigste Route, die wieder in Stand gesetzt wird. © Hans-Joachim Winckler

8 von 19
8/19 - Mit Wasserstrahl und händischer Nachhilfe werden die Trassen ausgespült. In eineinhalb Stunden bewältigt das Gerät rund 1,7 Kilometer - an manchen Ecken muss dafür der Verkehr abgeriegelt werden. Händisch schaffen die Mitarbeiter nur wenige Meter in identischer Zeit. © Hans-Joachim Winckler

9 von 19
9/19 - Die Anzeigen an den Haltestellen in der Stadt verweisen seit Tagen auf den eingestellten Fahrbetrieb. © Hans-Joachim Winckler

10 von 19
10/19 - Gut 200.000 Euro, grob geschätzt, kostet die Maßnahme - da ist die Manpower der VAG noch nicht eingerechnet. 40 bis 50 Mitarbeiter arbeiten derzeit an der Strecke, die Fahrzeugreinigung in der Werkstatt läuft im Schichtbetrieb, damit das Netz möglichst zügig wieder in Betrieb kommt. © Hans-Joachim Winckler

11 von 19
11/19 - In der Reinigung der Trassen gehen die Spezialfirma und die VAG mit Prioritäten vor: Zunächst wurde am Steinbühler Tunnel, dann in Kohlenhof bis vor zum Plärrer gereinigt (die Teststrecke), dann ist der Weg zum Betriebshof dran, die Südost-Schleife bis zum Hauptbahnhof, danach kommen die Trassen nach Worzeldorf, nach Erlenstegen oder zum Tiergarten an die Reihe. © Hans-Joachim Winckler

12 von 19
12/19 - In der Werkstatt Straßenbahnbetriebshof Heinrich-Alfes-Straße beseitigen Mitarbeiter die Reste von Bitumen auf Rädern und Bremsen. Hier sind rund 70 Angestellte mit Schutzausrüstung unter den Straßenbahnen zugange. © Hans-Joachim Winckler

13 von 19
13/19 - DIe Arbeiten sind anstrengend, schmierig und sowohl geruchs- als auch geräuschintensiv. © Hans-Joachim Winckler

14 von 19
14/19 - In zwei Schichten werden die Bahnen wieder auf Vordermann gebracht, für die Mitarbeiter gibt es aber glücklicherweise ein "Stärkungseis" (am Stiel). © Hans-Joachim Winckler

15 von 19
15/19 - Unter Einsatz von Trockeneis, das zu schweren Verbrennungen führen kann, befreien die Mitarbeitenden die Räder, Radscheiben und Radlager von der klebrigen Bitumenmasse. Zwei Verfahren kommen insgesamt zum Einsatz - auch klassischer Bitumenreiniger wird verwendet. © Hans-Joachim Winckler

16 von 19
16/19 - Es tropft, es stinkt: 55 Züge sind "verklebt", 14 davon sind bereits wieder einsatzfähig. Die Reinigung, so heißt es vor Ort, sei "sehr intensiv" und man habe den Rund-um-die-Uhr-Notbetrieb "militärisch durchgeplant". © Hans-Joachim Winckler

17 von 19
17/19 - Manche Bahnen sind so stark verklebt, dass sich die Radscheiben nicht mehr drehen und ausbrechen würden. Die Angestellten kratzen händisch die verklebten Stellen im Unterbau der Straßenbahnen sauber und reinigen nach. © Hans-Joachim Winckler

18 von 19
18/19 - Es ist ein "logistisches Monster", so Thomas Luber, Geschäftsbereichsleiter Werkstätten Schiene. Denn für alle ist dieser Vorfall Neuland. Auf Hochtouren wurde daher der Instandsetzungsbetrieb gedreht. © Hans-Joachim Winckler

19 von 19
19/19 - Am Donnerstagvormittag kann eine erste Probefahrt stattfinden, die dann maßgeblich für die Wiederaufnahme des Fahrbetriebs sein wird. Stück für Stück soll das Netz dann wieder verfügbar sein. © Hans-Joachim Winckler
Anzeige