Nürnberg - Insgesamt soll die Frau sechsmal zugegriffen und fast 200.000 Euro an sich gebracht haben.

Eine Polizeiangestellte muss sich am Dienstag in Nürnberg vor Gericht verantworten, weil sie sich regelmäßig aus der Asservatenkammer des Polizeipräsidiums Mittelfranken bedient haben soll. Insgesamt soll die Frau fast 200.000 Euro an sich genommen haben - diese Bargeldbeträge waren im Safe der Asservatenstelle aufbewahrt.

Die Angestellte hatte sich der Anklage der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth zufolge einen Schlüssel besorgt. Als ihre Kollegen Feierabend hatten, soll sie zugegriffen haben.

Die Frau habe insgesamt sechsmal in der Asservatenkammer Geld gestohlen, listet die Anklage auf. Die aufbewahrten Banknoten stammten aus aufgeflogenen Betäubungsmittelgeschäften, Menschenhandel und Geldwäsche.

Als sie das Bargeld bereits hatte, gab sie es der Anklage zufolge an ihren Ex-Freund weiter, um zu verhindern, dass es bei ihr gefunden werden konnte. Dieser gab es wiederum an Dritte weiter. Die Polizeiangestellte hatte jedoch jederzeit Zugriff. Der Ex-Freund steht ebenfalls vor Gericht und muss sich wegen Geldwäsche verantworten.