Wien - Für eine Leberkässemmel zahlte ein Mann am Wiener Hauptbahnhof stolze 16 Euro. Fassungslos teilte er seinen Kassenbon anschließend auf Reddit. Dort vermutet ein Nutzer, wie der hohe Preis zustande gekommen sein könnte.

Ein Mann hat am Wiener Hauptbahnhof offenbar unfreiwillig einen sehr teuren Snack gekauft. Kurz bevor sein Zug abfuhr, holte er sich bei einem Bäcker noch schnell eine Leberkässemmel und ein Getränk - und staunte später nicht schlecht, als er im Zug den Kassenbon genauer ansah: Insgesamt wurden ihm 19,11 Euro berechnet.

Seinen Einkauf samt Rechnung teilte er später auf der Plattform Reddit und schrieb dazu: „Teuerster Leberkäse meines Lebens. Ich musste los und hab’s erst gemerkt, als ich im Zug war, aber wow. Nicht mal Senf war dabei.“ Zuerst berichtete darüber das österreichische Newsportal heute.at.

Teurer Leberkäse sorgt online für Diskussion

Ein Blick auf die Aufschlüsselung des Kassenbons liefert eine mögliche Erklärung für den überraschend hohen Preis. Während die Limonade mit 2,55 Euro plus 25 Cent Pfand sowie das Brötchen für 50 Cent noch im üblichen Rahmen liegen, folgt beim Pikant-Leberkäse die böse Überraschung: Stolze 15,81 Euro wurden dafür verrechnet.

Bei dem angegebenen Kilopreis von 20,80 Euro wurde laut Bon ein Faktor von 0,76 eingegeben. Das würde einer berechneten Menge von rund 760 Gramm Leberkäse entsprechen.

Most expensive Leberkäse of my life
by u/taffypint in Austria

Unter dem Reddit-Beitrag sammelten sich zahlreiche Kommentare, in denen Nutzerinnen und Nutzer mögliche Erklärungen diskutieren. „Da stand wohl die Getränkeflasche auf der Waage“, heißt es scherzhaft in einem Kommentar. Ein anderer schreibt: „Entweder die Waage ist kaputt oder falsch eingestellt - oder das ist der dichteste Leberkäse mit 760 Gramm, den ich je gesehen habe.“

So dürfte der hohe Preis entstanden sein

Ein weiterer Nutzer, der eigenen Angaben zufolge im Verkauf arbeitet, vermutet einen einfachen Eingabefehler: „Ich glaube, der Kassierer hat hier vergessen, eine Null einzugeben.“ Statt 76 Gramm könnten demnach versehentlich 760 Gramm berechnet worden sein. Da Waage und Kassensystem nicht direkt miteinander verbunden seien, müsse das Gewicht manuell eingegeben werden - ein klassischer Fehler unter Zeitdruck oder bei fehlender Erfahrung, so die Erklärung. Dadurch hätte die Semmel eigentlich nur rund zwei Euro kosten dürfen.

Ein weiterer Tipp aus der Community: Der Kunde solle sich direkt an den Kundenservice der Bäckerei wenden. Dieser reagiere erfahrungsgemäß „unglaublich nett und hilfsbereit“ und gleiche solche Fehler häufig unkompliziert durch Gutscheine oder Rückerstattungen aus.