
Die Sonne strahlt und richtige Abkühlung verspricht oft nur ein Sprung ins Wasser. Wer mit seinen Kindern im Freibad oder am See baden geht, muss dabei auf den Sonnenschutz achten, auch wenn das beim Nachwuchs oft weniger Begeisterung auslöst. Bei Kinder-Sonnenschutzmitteln haben Eltern eine große Auswahl.
Die Stiftung Warentest hat jetzt 23 Sonnenschutzmittel für Kinder getestet, darunter Cremes, Lotionen und Sprays mit Lichtschutzfaktoren zwischen 30 und 50+. Fünf davon erhielten die Note "mangelhaft", weil der Lichtschutzfaktor nicht den Angaben entspricht. Immerhin scheiden 14 der getesteten Produkte mit "gut" ab. Zudem zeigt der Test, dass guter Sonnenschutz nicht teuer sein muss.
Mit güstigen Sonnencremes sorgenlos eincremen
Günstige Sonnenschutzmittel stehen teuren Markenprodukten in nichts nach, wie der Test zeigt. Denn die beiden Testsieger (jeweils Note 1,7) "Cien Sun Kids Sonnenspray" von Lidl (2,60 Euro pro 100 Milliliter) und das "Sonnenspray für Kinder Sensitiv" von Tabaluga (2,54 Euro pro 100 Milliliter) sind auch die günstigsten Produkte im Test.
Auch andere mit der Note "gut" befundenen Sonnenschutzmittel sind durchaus preiswert, wie etwa das "Sundance Kids Sensitiv Sonnenspray" von dm (3,13 Euro pro 100 Milliliter), dass von den Prüferinnen und Prüfern die Note 1,8 (gut) erhielt. Diese schützten nicht nur zuverlässig vor UVA- und UVB-Strahlung, sondern seien auch angenehm aufzutragen und hinterließen kaum weiße Rückstände.
Teure Sonnenschutzmittel fallen durch
Fünf Produkte fallen durch, weil sie den versprochenen Lichtschutzfaktor nicht einhalten können. Dazu gehören auch hochpreisige Produkte wie "Mabyen Baby & Kids Sonnencreme" (14,95 Euro pro 100 Milliliter) und "Eco Cosmetics Baby & Kids Sonnencreme" (19,99 Euro pro 50 Milliliter).
Darüber hinaus fanden die Warentester in vielen Produkten Stoffe, die zu einer Belastung für die Umwelt werden können, wenn diese beim Baden ins Wasser gelangen. Den Stabilisator Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) enthielten sechs Produkte. Bei Produkten mit einem bestimmten UV-Filter fanden die Experten in drei Sonnenschutzmitteln gefährliche Weichmacher wie DnHexP. Gesundheitsgefährdend ist die enthaltene Konzentration laut Stiftung Warentest nicht, die betroffenen Produkte erhielten dennoch die Note "ausreichend".