Washington - Die schwedische Nationalmannschaft feiert bei der WM einen 5:1-Startsieg - aber der prominenteste Ex-Spieler des Landes priorisiert ein anderes Event. Dort sieht er Donald Trump und ist begeistert.

Käfigkampf vor dem Weißen Haus statt Schwedens WM-Auftaktgala in Monterrey: Fußball-Ikone Zlatan Ibrahimovic hat mit seinem Verhalten mal wieder für Schlagzeilen in der Heimat gesorgt. „Zlatan lässt Schweden links liegen – und taucht bei UFC-Event auf“, schrieb die schwedische Zeitung „Expressen“. 

Das war passiert: Der Rekordtorschütze der schwedischen Nationalmannschaft wohnte dem umstrittenen Kampfsportspektakel der Profiliga Ultimate Fighting Championship (UFC) direkt vor dem Weißen Haus als Zuschauer bei. Auch US-Präsident Donald Trump verfolgte das Event am Abend seines 80. Geburtstags. Die 5:1-Gala der Schweden gegen Tunesien im mexikanischen Monterrey konnte sich Ex-Profi Ibrahimovic, der während der WM als Experte des Senders Fox arbeitet, so live vor Ort nicht anschauen.

US-Präsident Donald Trump, First Lady Melania Trum
Das UFC-Event vor dem Weißen Haus war umstritten. © Evan Vucci/Pool Reuters/AP/dpa

Kritik aus dem Team

Innerhalb des Teams kam das scheinbar nicht so gut an. „Er hätte unser Spiel priorisieren müssen“, zitierte „Expressen“ den Mittelfeldspieler Jesper Karlström. Teamkollege Anthony Elanga meinte: „Er kann tun, was immer er will. Wir sind alle glücklich, dass wir gewonnen haben und werden uns hoffentlich auf die nächsten Wochen fokussieren können.“

Doch Ibrahimovic hat es noch nie gekümmert, was andere über ihn denken. Er hatte seinen Spaß beim Käfigkampf. „Ich meine, das ist etwas, das ich niemals erwartet hätte. Aber es ist einfach großartig“, sagte er in einem von der UFC in den sozialen Medien veröffentlichten Video.

Superstar verteilt seine Sympathien

Dass sich der in Malmö geborene Ibrahimovic während der WM nicht ganz so patriotisch zeigt, ist aber keine Überraschung. Sein Vater stammt aus Bosnien-Herzegowina, seine Mutter aus Kroatien - für beide WM-Teilnehmer hegt er auch Sympathien. „Ich kenne die bosnischen Menschen, es sind sehr stolze Menschen“, sagte der 44-Jährige. Außerdem habe er „auch ein paar Wurzeln in Kroatien, ich unterstütze sie in diesem Turnier“.