
Genau 30 Jahre ist die Location an der Stadtgrenze in diesem Jahr alt - und genau jetzt, zum runden Geburtstag, ereilt eine Hiobsbotschaft die Gemeinde, die sich im Cult an der Dooser Straße 60 immer heimisch gefühlt hat: Der Cult ist Vergangenheit, das Inventar ist nun Teil einer Auktion.
Der Szene- und Konzertclub wurde im Jahr 1996 gegründet. Über drei Jahrzehnte entwickelte sich der Cult zu einer festen Institution für die Gothic-, Wave-, Rock- und Fetisch-Szene im Raum Nürnberg-Fürth. Die finale Abschiedsparty, eine „Grey Area Party“, fand am 6. Juni 2026 statt.
Grund für das Ende der Ära war, dass die Inhaberin Verena den Club nach dem plötzlichen Tod ihres Mitbetreibers Rick vor wenigen Jahren schwer alleine weiterführen konnte und am Ende keine Einigung für eine direkte Übergabe erzielt wurde. Das gesamte Inventar des Kult-Clubs wurde im Juni 2026 versteigert.
Wie das Portal fürth aktuell berichtet, sei eine direkte Übergabe des alten Betriebs gescheitert, also zog die bisherige Inhaberin einen deutlichen Schlussstrich. Die gesamte Club-Ausstattung, wie sie die Besucherinnen und Besucher kennen – von der professionellen Licht- und Tontechnik bis hin zur Gastro-Einrichtung und den typischen Deko-Wandschildern – wird ab dem 15. Juni 2026, 16 Uhr, versteigert. Auf der Plattform restlos.com sind die Objekte katalogisiert, die Fürther Vintage-Händler von „raumstreben“ haben ihre Kolleginnen und Kollegen von restlos.com in der Vorbereitung unterstützt, sind aber nicht an der Auktion beteiligt.
Unter allen Objekten der Versteigerung finden sich auch Erinnerungsstücke, die für die große Stammgastgemeinde von besonderem Interesse sein dürften: dekorative Wandschilder oder ein großes Gemälde, das im Club hing, suchen einen neuen Besitzer. Insgesamt sind mehr als 500 Gegenstände Teil der Auktion. Für Musikerinnen und Veranstalter ist die professionelle Veranstaltungstechnik wie LED-Fluter und Moving Heads der Marke Stairville sowie umfangreiches Bühnenzubehör und Transportcases bereits katalogisiert. Bis 15. Juni sind die Versteigerungsobjekte auf der Plattform in der Vorschau zu finden, derzeit liegen die Startangebote bei egal welcher der angebotenen Sachen bei einem Euro.
Wie geht es nach dem Aus des Cult an der Stadtgrenze weiter?
Ein neuer Pächter ist laut dem Fürther Portal bereits gefunden, der neue Betreiber wird die Hallen also von Grund auf neu einrichten und gestalten.
Dieser Artikel wurde am 14. Juni korrigiert: Es war irreführend formuliert, dass „raumstreben“ aus Fürth nicht an der Auktion beteiligt ist, sondern in der Vorbereitung dieser unterstützt hat. Es werden über „raumstreben“ keine Objekte aus dem Cult versteigert.
Immer topaktuell informiert bleiben über die wichtigsten Themen aus der Region? Über unseren WhatsApp-Kanal erfahren Sie alle Neuigkeiten aus erster Hand.
Hier geht es direkt zum WhatsApp-Channel - eine „Schritt für Schritt“-Anleitung finden Sie hier.