
Berkay Yilmaz oder Mohamed Ali Zoma sind nur zwei Beispiele von jungen FCN-Akteuren, die in der abgelaufenen Saison mindestens einen Entwicklungsschritt gegangen sind. Weitere ließen sich anführen. Schon im Vorjahr machten etwa Finn Jeltsch, Jens Castrop und Stefanos Tzimas nachhaltig auf sich aufmerksam und verdienten sich den Wechsel in eine europäische Top-Fünf-Liga. Dem Club bescherten sie zudem wohltuende Millionen-Ablösen.
Wenngleich Klose nicht der erste gewesen sein dürfte, der besagten Jungspunden großes Potenzial bescheinigte, ist wohl unbestritten, dass der 48-Jährige (mit-)entscheidender Förderer dieser war. Auch im Interview mit der Süddeutschen Zeitung kam der Übungsleiter nun auf seine Philosophie zu sprechen: „Ich habe große Freude daran, mit Talenten zu arbeiten“, erklärte der FCN-Coach. „Eine Zeit lang wurde ja behauptet, in Deutschland gebe es keine Talente mehr, ich finde: Das Gegenteil ist der Fall. Man muss sie nur fördern und zum Spielen bringen.“
Soldic soll bleiben
Klose verwies dabei insbesondere auf eine Personalie: „In Nürnberg habe ich in dieser Saison den 16-jährigen Marko Soldic bei den Profis debütieren lassen.“ Das Mittelfeld-Juwel aus dem eigenen Nachwuchs feierte im Februar seine Zweitliga-Premiere. Im Saisonendspurt kam der Juniorennationalspieler noch zu einigen Kurzeinsätzen, in denen er sein Potential zumindest andeuten konnte. Im März verlängerte er zudem sein Arbeitspapier beim Club bis Sommer 2029.
In der kommenden Saison soll Soldic, der nach Informationen der Bild-Zeitung bei zahlreichen nationalen wie internationalen Top-Teams auf dem Radar ist, dann schrittweise mehr Einsatzminuten erhalten. Alle Seiten peilen zudem einen Verbleib in Nürnberg an - zumindest für die folgende Spielzeit. Beispiele, wohin es das Ausnahmetalent danach einmal verschlagen könnte, hat der FCN unter Klose bereits zur Genüge fabriziert.