Nürnberg - Zugegeben: Die Anstoßzeiten bei der Fußball-WM 2026 machen es Fans hierzulande nicht gerade leicht, das Gros der Spiele zu verfolgen. Wenn doch, dann scheinen die Deutschen aber auf das heimische Sofa zu vertrauen.

Die WM in Mexiko, Kanada und den USA ist in vollem Gange: Alle drei Gastgeber haben ihre Eröffnungsspiele ausgetragen und blieben dabei unbesiegt. Mit der Partie gegen Fußball-Zwerg Curacao steigt am Sonntag auch das DFB-Team ins Turnier ein. Dann werden wieder Millionen von Deutschen vor den Endgeräten mitfiebern, verzweifeln und am Ende womöglich drei Punkte bejubeln.

Während die meisten Begegnungen bei der diesjährigen WM-Ausgabe erst in den späten Abendstunden oder gar nachts beginnen, startet die Mannschaft von Julian Nagelsmann zur besten deutschen Sendezeit um 19 Uhr. Eigentlich ideal für Public-Viewing-Gänger und Feierlustige - die Fußballfans jedoch lassen es heuer eher ruhiger angehen.

„Team Sofa“ dominiert das Feld

Wie aus einer Umfrage des Verbraucherportals Vergleich.org hervorgeht, wollen 43 Prozent der Befragten die Spiele gemütlich aus dem heimischen Wohnzimmer verfolgen. Mehr als ein Viertel schaut am liebsten mit Freunden oder Familie. Heißt: Für sieben von zehn Befragten findet das Turnier bevorzugt privat statt. „Team Sofa“ dominiert rein zahlenmäßig haushoch.

Die berüchtigten Fanmeilen - man denke nur an das Sommermärchen 2006 oder den deutschen Titelgewinn in Brasilien acht Jahre später - reizen hingegen nur die wenigsten. Lediglich sechs Prozent gaben an, die Spiele beim Public Viewing anzusehen. Weitere vier Prozent begeben sich für die Partien in eine Kneipe oder Bar. Ob die niedrigen Werte auch auf eine fehlende Euphorie zurückzuführen sind? Immerhin jedenfalls könnte die deutsche Mannschaft selbst ihren Teil dazu beitragen, das Fußballfieber im Land wieder stärker auszulösen - vielleicht ja schon gegen Curacao.