
Es sind einmal mehr Nachrichten aus dem Tierheim Nürnberg, die die Verantwortlichen offenbar sprachlos zurücklassen: Wie auf den Social-Media-Kanälen am Montag bekannt gegeben wurde, wurden über ein Dutzend Kaninchen in dem Tierheim zurückgelassen. Den Angaben des Tierheims zufolge handelt es sich dabei um zwei Elterntiere und 16 Jungtiere unterschiedlichen Alters. „1+1=18“ begann demnach der Text des Postings auf Social Media.
Mit der Anzahl der abgegebenen Tiere aber nicht genug: Viele von ihnen haben den Verantwortlichen zufolge eine Kopfschiefhaltung, wie auch auf den Fotos, die auf Social Media gepostet wurden, zu sehen ist. Das sei auf einen unbehandelten EC-Schub zurückzuführen. Dabei handelt es sich um eine neurologische Erkrankung von Kaninchen, bei der sich Parasiten im zentralen Nervensystem und den Nieren einnisten.
Besonders die Jungtiere sollen teilweise unterernährt sein - „Klar, wie soll eine Mama auch so viele Kinder ernähren können“, heißt es. Das Tierheim appelliert einmal mehr an eine verantwortungsvolle Anschaffung eines Haustieres. Man solle sich stets gut über das Tier und die Rasse informieren, gegebenenfalls Kastrationen vornehmen lassen und vor allem für eine artgerechte Haltung sorgen.
Egal ob Hund, Katze, Nager, Vogel oder sonstiges Tier - Tierheim Nürnberg mit wichtigem Appell
Auch über die Kosten sollten sich potenzielle Halterinnen und Halter immer stets vor der Anschaffung informieren - egal, ob es sich bei dem Tier um einen Hund, eine Katze, einen Nager, einen Vogel oder ein anderes Tier handelt.
Durch die teilweise verantwortungslose Anschaffung von Tieren, die anschließend in Tierheimen landen, geraten die Pflegerinnen und Pfleger an ihr Limit. Die Versorgung als auch die Plätze werden laut dem Tierheim Nürnberg knapp. „Wie das weitergehen soll, fragen wir uns leider tagtäglich“.
Der Appell gilt daher nicht nur direkt den Personen, die überlegen, sich ein Haustier anzuschaffen, sondern auch der allgemeinen Aufklärung. „Bitte helft uns dabei, klärt Menschen auf und denkt lieber einmal mehr als einmal zu wenig darüber nach, wenn ihr euch ein Tier anschaffen wollt“, heißt es in dem Posting auf Social Media.