
An heißen Sommertagen sorgen kühle Badeseen für eine willkommene Abkühlung. Gute Nachrichten also für Badefans in der Region: In Frankens Gewässern ist fast überall ungetrübter Badespaß möglich. Nach Angaben des Bayerischen Gesundheitsministeriums wurden in einer aktuellen Bewertung 96 Prozent der 375 EU-Badestellen in Bayern als „gut“ oder „ausgezeichnet“ eingestuft.
Allerdings gibt es auch Ausnahmen: Insgesamt vier Badestellen erhielten lediglich die Bewertung „ausreichend“ oder sogar „mangelhaft“.
So ist die Wasserqualität der Seen rund um Nürnberg
Die beste Note im Ranking erhält unter anderem der Große Brombachsee, dessen Wasserqualität als „ausgezeichnet“ bewertet wurde. Er ist der größte See der Region und das Herzstück des Fränkischen Seenlands. Das Badeparadies hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten.
Auch der Rothsee wurde mit „ausgezeichnet“ bewertet. Der See gliedert sich in eine Vor- und Hauptsperre und ist von einem etwa zwölf Kilometer langen Rundweg für Radfahrer und Spaziergänger umgeben.
Der Altmühlsee erhielt ebenfalls die Bewertung „ausgezeichnet“ und bietet ein breites Freizeitangebot. Neben einem Sandstrand gibt es unter anderem Minigolf, Beachvolleyball, Tretbootverleih sowie Spielplätze. Auch Vierbeiner dürfen hier an einem eigenen Hundebadestrand im Wasser plantschen.
Auch der Happurger Baggersee im Nürnberger Land sowie der Obernzenner See im Landkreis Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim wurden mit „ausgezeichnet“ bewertet. Der Große Bischofsweiher, auch Dechsendorfer Weiher genannt, im Norden Erlangens erhielt die Einstufung „gut“.
Schlechtere Wasserqualität: Diese Badestellen fallen durch
Während die meisten Badeseen in Mittelfranken gute bis sehr gute Bewertungen erhalten haben, gibt es in Franken und allgemein im Freistaat auch weniger empfehlenswerte Gewässer. Zwei Badestellen am Meerhofsee im Landkreis Aschaffenburg wurden lediglich mit „ausreichend“ bewertet - die zweitschlechteste Einstufung im Ranking.
Auch die Wasserqualität an der Badestelle am Krebsensee im unterfränkischen Knetzgau-Westheim hat nur ein „ausreichend“ erhalten.
Eine Badestelle am Riemer See Nordufer in München wurde als „mangelhaft“ eingestuft. Eine Übersicht über alle offiziellen Badestellen in Bayern bietet die Badegewässerkarte des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).
Regelmäßige Kontrollen der Wasserqualität
„Schlechte Wasserqualität kann zu Magen-Darm-Erkrankungen führen“, erklärte Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) in einer Pressemitteilung. Deshalb werden die EU-Badestellen zwischen Ende April und Mitte September regelmäßig kontrolliert.
Das LGL hat in diesem Jahr seit Ende April rund 750 Wasserproben mikrobiologisch untersucht. Zehn Badestellen wurden den Angaben zufolge nicht eingestuft, weil die erforderliche Anzahl an Untersuchungsergebnissen noch nicht vorlag. Die bisher vorliegenden Ergebnisse weisen jedoch auf eine gute Wasserqualität hin.
Untersucht werden die Proben unter anderem auf die Darmbakterien Escherichia coli und intestinale Enterokokken. Besteht der Verdacht auf erhöhte Konzentrationen von Cyanobakterien - bekannt als Blaualgen - werden die Wasserproben zusätzlich untersucht.