
Gegen 22.15 Uhr am Mittwochabend, 3. Juni, ging über den Notruf die Meldung über eine Rangelei mit mehreren Personen im Bereich des Hefnersplatzes ein. Streifen der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte und des Unterstützungskommandos (USK) Mittelfranken trafen vor Ort einen am Boden liegenden 17-jährigen Jugendlichen mit einer Stichverletzung an, wie die Polizei aus Mittelfranken am Freitag in einer Mitteilung erklärt. USK-Kräfte versorgten den verletzten Jugendlichen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, anschließend brachte ihn ein Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus. Der 17-Jährige wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.
Nach ersten Ermittlungen hatte es bereits zuvor Streit zwischen mehreren Personen gegeben. Beim Aufeinandertreffen in der Karolinenstraße kam es dann zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Dabei soll ein 17-Jähriger aus bislang unbekannten Gründen ein Messer gezogen, seinen gleichaltrigen Kontrahenten im Oberkörper verletzt und anschließend die Flucht ergriffen haben.
Die Polizei leitete umgehend Fahndungsmaßnahmen ein, an denen auch Einsatzkräfte des USK, zivile Beamte und ein Diensthundeführer beteiligt waren. Der Tatverdächtige wurde schließlich in seiner Wohnung vorläufig festgenommen.
Ermittlungen wegen versuchten Totschlags gegen 17-Jährigen laufen
Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken übernahm die ersten Ermittlungen und die Spurensicherung, das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei übernahm die weitere Sachbearbeitung fort. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftantrag gegen den 17-Jährigen wegen versuchten Totschlags. Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Nürnberg erließ am 4. Juni 2026 einen Untersuchungshaftbefehl.
Die genauen Hintergründe und der Tatablauf sind nun Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Zeugen, die die Tat beobachtet haben oder Hinweise geben können, sollen sich unter der Rufnummer 0911 2112 - 3333 beim Kriminaldauerdienst Mittelfranken melden. Außerdem bittet die Polizei Personen, die Videoaufnahmen oder Fotos im Zusammenhang mit dem Vorfall gemacht haben, diese zu übermitteln.
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