Berlin - Eine neue Betrugsmasche nimmt auch Millionen Versicherte in Deutschland ins Visier. So kannst du dich und dein Geld jetzt absichern.

Wie die Verbraucherzentrale in einer Warnmeldung bekannt macht, ist derzeit ein Schreiben in Umlauf, das angeblich von einer Deutschen Krankenkasse stammt. Damit betrifft der Vorfall - rein auf dem Papier - wohl Millionen Versicherte in der Bundesrepublik. Unter dem Betreff „AOK: Bestätigung Ihrer Daten erforderlich“ werde demnach behauptet, der Zugang zu „Mein AOK“ müsse durch eine ausstehende Identitätsprüfung bestätigt werden.

Zur angeblichen Verifizierung solle nach Eingabe persönlicher Daten zusätzlich eine Anmeldung über das Online-Banking erfolgen, um die Identität zu bestätigen. Zudem werde mit einer Sperrung des Online-Zugangs gedroht. Aber auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadresse, Aufforderung zur Anmeldung per Online-Banking, Fristsetzung, Drohung mit Kontosperrung sowie ein Link in der Mail.

Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es wörtlich weiter: „Wir empfehlen Ihnen, solche E-Mails immer unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben und keinerlei Aufforderungen nachzugehen. Falls Sie bei der AOK versichert sind, prüfen Sie entsprechende Hinweise ausschließlich über die offizielle App oder Internetseite Ihrer Krankenkasse.“

In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.

Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.

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Vor dieser Mail wird aktuell gewarnt. © https://www.verbraucherzentrale.de

Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhälst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.

In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.