
Ohne den zu Saisonbeginn verpflichteten Luka Lochoshvili wäre die Nürnberger Defensive wohl weitaus weniger sattelfest gewesen. Das Gleiche gilt für Torhüter Jan Reichert, der ebenso auf eine exzellente Spielzeit zurückblicken kann. Beide aber mussten sich bei der Wahl zum „Club-Spieler der Saison“ einem Mannschaftskollegen geschlagen geben: Mohamed Ali Zoma setzte sich letztlich mit weitem Abstand durch und sackte die auf Fan-Stimmen beruhende Auszeichnung ein.
Ob der pfeilschnelle Stürmer künftig noch einmal zur persönlichen Titelverteidigung antritt? Derzeit darf zumindest ein Fragezeichen dahinter gesetzt werden. Wie das französische Portal Jeunes Footeux berichtet, beschäftigen sich die beiden Ligue-1-Vereine Paris FC und RC Lens mit dem 14-Tore-Mann. Nach Informationen der Bild-Zeitung haben Zoma zudem auch mehrere Teams aus der Serie A auf dem Zettel. Schon im April hatte das Blatt berichtet, dass der Torjäger offen für einen Wechsel in seine italienische Heimat ist.
Ab welcher Summe wird der FCN schwach?
Kommt es zum Abgang des begehrten Zoma, wäre Club-Coach Miroslav Klose, der große Stücke auf seinen Schützling hält, einmal mehr zu offensiven Umbaumaßnahmen gezwungen. Andererseits würde ein Verkauf weitere Mittel in die Nürnberger Kassen spülen - und das nicht zu knapp: Erst oberhalb der Zehn-Millionen-Marke dürften es Chatzialexiou und Co. in Erwägung ziehen, den im Vorjahr aus der Serie C verpflichteten Durchstarter abzugeben. Freilich wären die Verantwortlichen dann gefordert, mehrfach noch hochkarätig auf dem Transfermarkt nachzulegen.