
Wenn die Temperaturen in der Region hochklettern, suchen viele nach einem Ort, an dem es spürbar kühler ist - am besten im Schatten, mit Waldluft und Wasser in der Nähe. Bei Spalt im mittelfränkischen Landkreis Roth wartet genau so ein Ort, nur einen Katzensprung vom Brombachsee entfernt: das Schnittlinger Loch.
Die wildromantische Schlucht aus Sandstein gilt als beliebtes Wanderziel im Herzen des Fränkischen Seenlands, wie der Tourismusverband Fränkisches Seenland auf seiner Webseite berichtet. Der Weg zum „Canyon“ führt über kleine Brücken und Treppchen. Unten angekommen, fügen sich die Sandsteine eindrucksvoll mitten in den Wald und man merkt: Es ist deutlich kühler hier unten. Blickt man gen Himmel, wird es dann noch ein bisschen romantischer, denn: Efeu windet sich wie kleine Lianen die Schlucht hinab.
Wanderung rund um das Schnittlinger Loch: Weiteres Natur-Highlight
Und hier unten wartet noch ein weiteres, kleines Natur-Highlight: In der Schlucht entspringt der Hatzelbach als Quellwasser und fließt später in Spalt in die Fränkische Rezat, so der Tourismusverband Fränkisches Seenland. Wer nach der kleinen Wanderung eine Pause braucht oder Picknicken will, findet dort auch Ruhebänke.
Wie kommt man hin? Der Einstieg zu dem Naturwunder liegt nur wenige Schritte von einem Wanderparkplatz entfernt - allerdings geht es von dort über einen steilen Weg mit Treppenstufen hinunter in die Schlucht. Feste Schuhe sind also sinnvoll, denn gerade bei Regen kann der Untergrund auch gerne einmal rutschig sein.
Direkt gegenüber vom Wanderparkplatz an der Straße zwischen Fünfbronn und Schnittling steht ein zweites Naturdenkmal: die Schnittlinger Eiche. Die Traubeneiche gilt mit 6,40 Metern Stammumfang als zweit dickste Traubeneiche Bayerns und wird auf etwa 450 Jahre geschätzt, so die Touristinformation der Stadt Spalt. Sie steht westlich von Schnittling frei am Waldrand direkt neben einem Spielplatz.
Spalter Hügelland-Tour: Das sind die Highlights
Wer das Schnittlinger Loch direkt in eine längere Wanderung einbauen will, kann das über die Spalter Hügelland-Tour tun. Start und Ziel ist der Parkplatz am Kornhaus in Spalt. Von dort führt die Route unter anderem über das Müllersloch und die Massendorfer Schlucht, weiter Richtung Bärenburg und die Burg Wernfels. Später geht es vorbei an der Silberburg zur Schnittlinger Eiche - und anschließend über schmale Wege, kleine Brücken und Stufen hinab ins Schnittlinger Loch, wo man dem Hatzelbach zurück Richtung Spalt folgt.
Die Rundwanderung ist mit 21 Kilometern und rund 4,5 Stunden angegeben und hat teils deutliche Steigungen. Wer bei Hitze unterwegs ist, sollte also früh starten, genug Wasser einpacken und das Tempo anpassen. Die genaue Route der Hügelland-Tour hat der Tourismusverband hier aufgeführt. Wer nach dem Hinabsteigen in die Schlucht dagegen eher seine Füße erfrischen will, folgt den Weg Richtung Stockheim und erreicht nach etwa 2,5 Kilometer dann auch den Igelsbachsee, welcher direkt an den Brombachsee angrenzt.
