Ingolstadt - Ein abgerissener Tank, Diesel auf der Fahrbahn und ein hektisches Ausweichmanöver: Wie ein Lastwagen-Unfall den Verkehr auf der A9 für einige Stunden lahmlegt.

Bei einem Unfall mit einem Sattelzug auf der Autobahn 9 bei Ingolstadt sind etwa 300 Liter Diesel auf Fahrbahn und Grünstreifen ausgelaufen. Der 63 Jahre alte Fahrer war am Freitagabend in einem Baustellen-Bereich gegen einen Fahrbahnteiler gefahren, wie die Polizei mitteilte. Dadurch riss ein Tank des Lastwagens ab und wurde auf die Fahrbahn geschleudert. Aufgrund des Schrecks habe der Lkw-Fahrer anschließend ruckartig nach links gelenkt, woraufhin ein Auto ausweichen musste und gegen eine Warnbarke der Baustelle fuhr. Beide Fahrer blieben unverletzt.

Nach dem Unfall war auf der A9 am späten Freitagabend in Fahrtrichtung Nürnberg für mehrere Stunden kein Durchkommen möglich. Die Ausfahrten Ingolstadt Ost und Nord blieben aufgrund der aufwendigen Reinigungsarbeiten noch bis in den Vormittag hinein gesperrt.

Um 400 Liter Diesel ging es zudem auch an anderer Stelle in Bayern. Am Montagmorgen (18. Mai 2026) gegen 08.30 Uhr stürzte bei Arbeiten am Ufer des Hopfensees ein etwa 30 Tonnen schwerer Bagger von einem Ponton seitlich ins Wasser und sank zur Hälfte ein. Der 58-jährige Baggerfahrer konnte sich glücklicherweise eigenständig in Sicherheit bringen und blieb unverletzt.

Zum Zeitpunkt des Unfalls - so berichtet es das zuständige Polizeipräsidium in diesem Zusammenhang dann weiter - befanden sich nach ersten Erkenntnissen rund 400 Liter Treibstoff im Bagger. Nach den ersten Einschätzungen der Einsatzkräfte sind jedoch keine größeren Mengen an Betriebsstoffen ausgetreten. Dennoch wurden durch die Feuerwehr im See vorsorglich Ölsperren rund um den Schadensort aufgebaut.

Der Bagger war im Verbund mit einem Schubboot auf einem Baggerponton im Einsatz und sollte Pfähle im Uferbereich einbauen. An den Arbeiten war neben dem Baggerführer auch ein 40-jähriger Führer des Schubbootes beteiligt. Die Bergungsmaßnahmen gestalteten sich schwierig. Erst gegen 16 Uhr konnte der Bagger mit einem Autokran aus dem Wasser gehoben und am Ufer abgelegt werden.

Neben der Polizei waren die Freiwillige Feuerwehr Hopfen am See, die Freiwillige Feuerwehr Füssen, das Wasserwirtschaftsamt und die Stadtwerke Füssen im Einsatz. Die Polizeiinspektion Füssen hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Gegenstand der Ermittlungen sind eine mögliche Gewässerverunreinigung und ein möglicher Verstoß gegen die Schifffahrtsverordnung, heißt es von Seiten der Polizei zu dem Vorfall vorerst abschließend weiter.

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