Berlin - Eine neue Betrugsmasche hat eine immense Anzahl von Menschen potenziell im Visier. Wir erklären dir, worum es dabei genau geht und vor allem: Wie du dich, dein Geld und deine Daten jetzt schützen kannst.

Es ist ein Vorfall, der - rein auf dem Papier - eine immense Anzahl an Menschen in Deutschland treffen könnte. Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt macht, ist derzeit ein Schreiben in Umlauf, das angeblich im Namen von Apple verschickt worden sei. „Kontozugriff eingeschränkt“ – unter diesem Hinweis werde demnach behauptet, bestimmte Funktionen des Apple-Accounts könnten erst nach einer Bestätigung der Kontodaten wieder vollständig genutzt werden. (Die E-Mail werde ohne erkennbaren Betreff versendet.)

Als Grund werde eine automatische Sicherheitsmaßnahme zum Schutz persönlicher Informationen angeführt. Typischerweise werde dargestellt, dass nach einer kurzen Bestätigung der Kontodaten der vollständige Zugriff automatisch wiederhergestellt werde.

Aber auch weitere Anzeichen für Phishing seien hier gegeben: unpersönliche Anrede („Guten Tag“), unseriöse Absenderadresse, angebliche Sicherheitseinschränkung, Aufforderung zur Bestätigung von Kontodaten sowie ein Link in der Mail. Von Seiten der Expertinnen und Experten heißt es dazu wörtlich weiter: „Wir raten Ihnen, Phishing-Mails zu ignorieren und unbeantwortet in den Spam-Ordner zu verschieben, um Ihre persönlichen Daten zu schützen. Falls Sie Informationen zu Ihrer Apple-ID prüfen möchten, nutzen Sie ausschließlich die offiziellen Apple-Seiten oder die Einstellungen Ihres Geräts.“

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Vor dieser Mail wird aktuell gewarnt. © https://www.verbraucherzentrale.de

In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.

Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.

Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhälst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.

In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.