
In Nürnberg ist es am Freitagabend (22. Mai 2026) kurz vor dem Start in das lange Pfingstwochenende zu einem Großeinsatz gekommen.
Wie ein Sprecher der Berufsfeuerwehr Nürnberg gegenüber nordbayern erklärte, habe es um kurz nach 20 Uhr eine Alarmierung gegeben. An der Örtlichkeit nahe der Christuskirche in der Nürnberger Südstadt angekommen, habe man dann schnell festgestellt, dass es an einer Schule in der Wiesenstraße zu einem Dachstuhlbrand gekommen sei. Sämtliche Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr seien umgehend an den Einsatzort beordert worden, zudem werde man noch von vier weiteren freiwilligen Feuerwehren aus dem Stadtgebiet bei der Brandbekämpfung unterstützt. Die Löscharbeiten gestalteten sich aktuell als „schwierig“, weil man im Inneren des Gebäudes aufgrund der Brandentwicklung nicht wirklich vorankomme.
Deshalb musste man sich derzeit darauf beschränken, den Brand von außen zu bekämpfen. Der entsprechende Bereich und der Abschnitt der Landgrabenstraße blieben für den Verkehr weiterhin komplett gesperrt. Aktuellen Informationen zufolge habe es glücklicherweise keine Verletzten gegeben.
Betroffene Anwohnerinnen und Anwohner sollten wenn möglich Türen und Fenster geschlossen halten. In den Nürnberger U-Bahnen waren zudem Warnhinweise zu lesen, dass es wegen eines Feuers zu einer Tramliniensperrung komme. Warum das Feuer ausbrach – dazu gibt es bislang von vor Ort noch keine tiefergehenden Informationen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen in der Sache aufgenommen. Auf Aufnahmen ist jedoch eine immense Rauchwolke zu sehen, die sich den Weg durch die Straßen der Stadt sucht.
Update aus der Nacht
Am Anfang habe man Löscharbeiten an einem Dach durchgeführt, dieser habe sich dann zu einem offenen Dachstuhlbrand entwickelt. Das Feuer sei komplett durchgeschlagen, erklärt ein Sprecher der Feuerwehr noch in der Nacht gegenüber nordbayern. Die Blechverkleidung und die Ziegel rund um das Dach hätten zudem die Arbeiten massiv erschwert, weil dadurch das Wasser nicht so wie gewollt direkt an die Flammen gelangen konnte.
Von innen habe man die Flammen aber auch nicht bekämpfen können, weil es sich um eine Turnhalle gehandelt habe, die laut Feuerwehr sehr stark verraucht gewesen sei. Der Dachstuhl der Einrichtung sei in der Folge auch teilweise eingestürzt, in der Nacht loderten zudem noch immer kleiner Flammen, weil die Blechverkleidung eine gezielte Löschung auch weiter verhindert habe. Mehrere Drehleitern und mehrere Wenderohre seien zu Hilfe gezogen worden. Bis in den Samstagvormittag (23. Mai 2026) hinein dürften sich die Löscharbeiten noch ziehen. Rund 200 Retterinnen und Retter seien insgesamt vor Ort gewesen.
Stadt Nürnberg meldet sich zu Wort
Am Tag nach dem Vorfall hat sich nun auch die Stadt Nürnberg in einer Pressemitteilung geäußert. Der Dachstuhl der Grundschule Wiesenstraße sei trotz umgehend eingeleiteter umfangreicher Löscharbeiten abgebrannt und teilweise eingestürzt. Die Turnhalle sei derzeit nicht mehr benutzbar. Betroffen von dem Feuer waren auch weitere von der Schule genutzte Räume, jedoch nicht der Klassenzimmertrakt. Auch das Hauptgebäude mit den Unterrichtsräumen der Schule sowie der Hort wurde nach derzeitigem Kenntnisstand nicht beschädigt, teilen die Verantwortlichen in dem Statement mit.
Bildungsreferentin Cornelia Trinkl lässt sich wie folgt zitieren: „Auch mein Dank gilt den vielen Einsatzkräften vor Ort die ganze Nacht hindurch sowie dem städtischen und staatlichen Schulamt. Die Schulverwaltung arbeitet bereits intensiv an Lösungen vor allem für den Sportbetrieb der 460 Schülerinnen und Schüler nach den Pfingstferien. Wir gehen derzeit davon aus, dass der Unterricht im Klassenzimmertrakt normal stattfinden kann. Wichtig ist für die betroffenen Familien, dass sie in den nächsten Tagen über die Schule weitere Informationen zum Schulbetrieb nach den Pfingstferien erhalten.“
Dieser Artikel wurde letztmals am 23. Mai 2026 um 12.37 Uhr aktualisiert.
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