
Saugroboter gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Den für sich passenden Saugroboter zu finden, wird dadurch nicht leichter. Zu viele Modelle, zu viele Versprechen auf dem Papier. Ich bin seit Jahren Roborock-Nutzer und weiß: Die Geräte halten, was sie versprechen. Aber bei jedem neuen Modell frage ich mich trotzdem: Ist das wirklich ein Upgrade – oder nur ein anderes Typenschild?
Den All-in-One-Saugroboter Qrevo S Pro mit Selbstreinigung teste ich gerade. Erster Eindruck beim Auspacken: gewohnt hochwertige Verarbeitung, klar strukturierter Aufbau, keine zehn Minuten bis zur ersten Reinigungsrunde. Was mich nach den ersten Stunden aber wirklich neugierig gemacht hat, sind die Zahlen hinter dem Gerät. Denn Roborock hat beim Nachfolger des QV35A nicht an der Oberfläche poliert.
Die wichtigsten Upgrades gegenüber dem Vorgänger auf einen Blick:
- Saugkraft: 18.500 Pa HyperForce – das sind 50 Prozent mehr als beim QV35A mit 12.000 Pa
- Mopp-Selbstreinigung: 75 °C Heißwasser statt kaltem Wasser beim Vorgänger
- Trocknung: 45 °C Warmluft – der Mopp kommt trocken in den nächsten Einsatz
- Dockaufsatz: abnehmbar, was die Wartung deutlich vereinfacht
Das ist kein Facelift, es ist ein echter Generationssprung – vor allem bei der Wischfunktion.
Erster Eindruck: Verarbeitung auf gewohnt hohem Niveau
Wer schon einmal ein Roborock-Gerät ausgepackt hat, weiß, was ihn erwartet: solide Verpackung, übersichtliche Anleitung, kein billiges Plastik-Gefühl. Der Qrevo S Pro macht da keine Ausnahme. Aufbau und Inbetriebnahme dauern keine zehn Minuten – Dock aufstellen, Roboter einsetzen, App verbinden, fertig. Die Roborock-App führt dabei Schritt für Schritt durch die Ersteinrichtung, inklusive Kartenerfassung der Wohnung.
Mehrere Tester bescheinigen der Roborock-App eine intuitive Bedienung mit voller Kontrolle über Roboter und Station – von individuellen Reinigungsprogrammen bis zur raumgenauen Steuerung. Das kann ich nach den ersten Stunden bestätigen: Die App ist durchdacht, ohne überladen zu wirken.
18.500 Pa – wann macht extreme Saugkraft wirklich einen Unterschied?
50 Prozent mehr Saugkraft klingt beeindruckend. Aber wann spürt man das im Alltag tatsächlich?
Szenario 1 – Katzenstreu und Tierhaar: Wer Haustiere hat, kennt das Problem. Streu verteilt sich in Fugen, Haare wickeln sich um Bürsten. Der Qrevo S Pro hat dafür gleich zwei Antworten: die hohe Saugkraft, die auch in Fugen und Ecken zieht, und das Anti-Tangle-System mit asymmetrischer Seitenbürste und Gummihauptbürste, welches aktiv reduziert, dass sich Haare verheddern.
Szenario 2 – Teppich: Bei Teppichen schaltet der Roboter automatisch auf höhere Saugstufe, die 18.500 Pa zeichnen sich hier besonders aus. Zudem hebt der Qrevo S Pro die Mopps um 10 mm an. Teppichfasern werden so nicht nass gewischt, sondern gezielt gesaugt.
Szenario 3 – unter Sofa und Bett: Mit einer Bauhöhe, die Bereiche ab 9,65 cm Bodenfreiheit erreicht, kommt der Roboter an versteckten Staub heran, den viele andere Modelle schlicht nicht erreichen.
Mein Fazit nach den ersten Durchläufen folgt im ausführlichen Review. Bis dahin: Der erste Kartierungsvorgang lief präzise, die Hindernisvermeidung hat Schuhe und Stuhlbeine sauber umfahren.
Die Station: das eigentliche Upgrade
Seine All-in-One-Dockingstation ist beim Qrevo S Pro eine der wichtigsten Vorzüge. Was sie übernimmt:
- Selbstreinigung des Mopps mit 75 °C Heißwasser – damit lösen sich laut Roborock selbst hartnäckige Fettrückstände, was gerade für Küchen und Essbereiche relevant ist
- Warmlufttrocknung bei 45 °C – kein feuchter Mopp, der in der Station vor sich hin muffelt
- Automatische Staubentleerung in den Staubbeutel
- Automatische Wasserbefüllung des Roboters vor dem nächsten Einsatz
Einmal eingerichtet, läuft der Roboter eigenständig und reinigt sich selbst. Wer täglich mehrere Räume säubern will, ohne sich ständig um Wartung zu kümmern, bekommt hier ein echtes Rundum-sorglos-Paket.
Sein abnehmbarer Dockaufsatz ist dabei ein Detail, das man erst beim direkten Vergleich mit dem Vorgänger schätzen lernt – die Reinigung der Station selbst ist so deutlich weniger umständlich.
Was andere Tester bereits festgestellt haben
Ich bin gerade noch am Anfang meines Tests. Aber einige Einschätzungen anderer Reviews decken sich bereits mit meinen ersten Beobachtungen:
Stärken laut bisherigen Tests: Navigation mit PreciSense LiDAR gilt als zuverlässig und präzise. Auch wird die App-Bedienung durchweg gelobt. Die Wischleistung auf Hartböden wird als stark eingestuft – die 75 °C Heißwasser-Reinigung macht messbar einen Unterschied bei Küchen-Fettflecken.
Schwächen, die bereits aufgefallen sind: An Kanten und in engen Ecken zeigt der Qrevo S Pro Grenzen – weder Mopps noch Seitenbürste fahren seitlich aus, schmale Randstreifen bleiben daher ungereinigt. Das ist kein Fehler des Modells, sondern ein konstruktives Merkmal, das alle Modelle ohne ausfahrbare Seitenbürste teilen.
Meine eigenen Erkenntnisse dazu – und zur tatsächlichen Reinigungsleistung auf verschiedenen Bodenarten – folgen im ausführlichen Test.
499,99 Euro statt 599,99 Euro – mit zwei Staubbeuteln im Set
Das Set mit zwei zusätzlichen Staubbeuteln für die Station ist derzeit für 499,99 Euro zu haben, die UVP liegt bei 599,99 Euro. Das Angebot läuft bis 29. Mai. Erhältlich ist der Qrevo S Pro in Schwarz und in Weiß.
Zum Vergleich: Der Vorgänger QV35A kostet aktuell 349,97 Euro – ebenfalls im Aktionsangebot. Wer die 150 Euro Aufpreis scheut, bekommt dort immer noch einen sehr soliden Saugroboter. Wer aber auf die 75°C-Mopp-Reinigung, die Warmlufttrocknung und die deutlich höhere Saugkraft Wert legt, ist beim Qrevo S Pro richtig.
Ob sich der Aufpreis auch in der Praxis rechtfertigt – das beantworte ich demnächst in meinem ausführlichen Test.
Redaktionell unabhängig ausgewählt: Produktempfehlungen auf Nordbayern
Innovative Neuheiten, top-bewertete Bestseller, supergünstige Schnäppchen – wir sind ständig auf der Suche nach den besten Produktempfehlungen. Dabei achten wir auf gute Nutzer-Rezensionen und, falls verfügbar, auch auf Test-Bewertungen. Selbstverständlich machen wir immer einen Preisvergleich, um Ihnen wirklich nur die besten Angebote von Amazon, MediaMarkt, Otto und weiteren Händlern präsentieren zu können. Wir entscheiden dabei unabhängig, welche Top-Deals wir Ihnen hier und in unserer Nordbayern-Schnäppchen-Übersicht vorstellen.




