Nürnberg - Obacht an der Zapfsäule, denn Diesel ist nicht gleich Diesel und andere Länder, andere Sitten. Worauf Autoreisende beim Tanken außerhalb Deutschlands unbedingt achten sollten.

Der Sommer steht vor der Tür... und mit den steigenden Temperaturen steigt bei vielen Menschen die Vorfreude auf den Sommerurlaub. Wegen des Krieges in Nahost staut sich der Verkehr aktuell nicht nur in der Straße von Hormus, sondern inzwischen auch am Brenner. Denn obwohl die Benzinpreise 2026 ein leidiges Thema sind, werden diesen Sommer wohl viele Menschen mit dem Auto die Reise in den Urlaub antreten, denn: Die Kerosinpreise sind ein noch leidigeres. Am Ende bleibt beim Blick in den Geldbeutel vielen nur die Wahl des geringeren von zwei Übeln.

Wie dem auch sei. Um die wohl verdiente Auszeit im schönen Anderswo ganz entspannt genießen zu können, sollten sich Reiselustige auf vier Rädern schon vorab mit Gegebenheiten an den Tankstellen im Zielland vertraut machen, um etwaige Kalamitäten vorzubeugen. Denn Diesel ist nicht gleich Diesel und wenn was falsches in den Tank kommt, kann‘s böse ausgehen. Hier kommen die größten Stolpersteine beim Ringen um die richtige Füllung und andere Hindernisse in anderen Ländern.

Vorsicht bei den Kraftstoffnamen

Schon vor dem Urlaub ist es ratsam, sich über die richtigen Bezeichnungen der Kraftstoffe zu informieren, denn diese klingen in manchen Ländern zum Verwechseln ähnlich. Während Benzin in Portugal und Spanien beispielsweise unter dem Namen „Gasolina“ verkauft wird, heißt Diesel dort „Gasóleo“. In Italien wird letzterer wiederum als „Gasolino“ bezeichnet, Benzin hingegen als „Benzina“. Weiterhelfen kann auch die jeweils angegebene Oktan- oder Cetanzahl. Erstere gibt Auskunft über die Kraftstoffqualität für Benzinfahrzeuge. Eine „91“ entspricht dabei Normalbenzin, „95“ ist Superbenzin und Super Plus „98“ oder mehr. Bei Dieselfahrzeugen sollten Fahrende darauf achten, dass die Cetanzahl „50“ beträgt, bei älteren Pkw reicht „40“ aus. Eine kurze Recherche kann also den Griff zum falschen Zapfhahn verhindern und so eine Menge Geld und Ärger sparen.

Keine Angst vor Tankautomaten

In Deutschland eher weniger üblich, zählen Tankautomaten in vielen europäischen Reiseländern schon zum Standard. Vor allem Frankreich- und Italienurlaubern sollte das Prinzip bekannt sein, auch in Skandinavien sind diese Zapfsäulen relativ häufig. Der Ablauf mag auf den ersten Blick verwirrend wirken, ist in der Realität jedoch recht einfach. Bereits vor der Benutzung des Automaten sollte man sich Gedanken über die benötigte Menge Kraftstoff machen, denn gezahlt wird üblicherweise vor dem Tankvorgang. Ein eventuelles Restgeld wird zum Teil nicht erstattet. Je nach Tankstelle muss man zudem vorab die passende Zapfsäule auswählen - oder, falls nur ein Zapfhahn zur Verfügung steht, den entsprechenden Kraftstoff. Das geht üblicherweise per Knopfdruck.