
Es könnte - rein auf dem Papier - Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland treffen. Wie die Verbraucherzentrale in einer aktuellen Warnmeldung bekannt macht, ist derzeit ein Schreiben in Umlauf, das angeblich im Namen der Rundfunkanstalten verschickt worden sei.
Demnach werde das Schreiben mit dem Betreff „Ihr Zahlungsplan für den Rundfunkbeitrag ab 2026“ versendet. Angeblich müsse man bis zum nächsten Tag den fälligen Rundfunkbeitrag selbst überweisen. Grund sei eine Umstellung der Zahlungsmitteilung auf digitalen Versand. Unten in der E-Mail sei zudem eine IBAN angegeben, an die man das Geld per Direktüberweisung senden soll. Bei Zahlung des Beitrags für ein halbes oder ganzes Jahr gäbe es sogar Rabatt. Natürlich alles Fake! Keinesfalls solltest du darauf eingehen. Auch weitere Anzeichen für Phishing sind hier gegeben: keine persönliche Anrede („Sehr geehrte Damen und Herren“), unseriöse Absenderadresse, in jeder E-Mail gleiche Beitragsnummer (Kundenreferenz). Auch Zeitdruck und Rabatt sind Lockmittel, die es vom echten Beitragsservice nicht gibt.
In sämtlichen Fällen gilt ganz allgemein: Keinesfalls darauf reagieren. Oft fragen sich auch Menschen, ob irgendetwas falsch gemacht wurde, weil man solche Spam-Nachrichten erhält. Hier kann man für Beruhigung sorgen.
Mittlerweile arbeiten Betrüger mit hochintelligenten Maschinen. Diese generieren in der Sekunde Hunderte Zahlenkombinationen – bis irgendwann eine echte Nummer zufällig herauskommt, die dann angeschrieben wird. Gleiches gilt in Sachen Buchstabenkombinationen und Mailadressen. Zudem könnte dein Kontakt auch in einem Datenleck aufgetaucht und dadurch in die Hände von Betrügern gelangt sein. Heißt im Klartext: Auch wenn du nicht auf „gefährlichen Seiten“ surfst, kann es dich mit einer Nachricht hier einmal treffen.
Solange du aber darauf nicht reagierst, kann dir auch nichts passieren. Gefährlich kann es erst dann werden, wenn du auf Links klickst und dort persönliche Daten wie Passwörter oder Kontonummern eingibst. Meist treten diese Spam-Mails alle zwei, drei Monate schubweise auf. Dann erhälst du mehrere Nachrichten auf ein paar Tage verteilt. Irgendwann hört der Spam dann wieder auf – bis eine künstliche Maschine in ein paar Monaten wieder zufällig bei deiner Telefonnummer beziehungsweise deiner Mailadresse herauskommt.
In einem Beispiel, das unserer Redaktion vorliegt, kam es gleich zu drei verschiedenen Nachrichten innerhalb weniger Tage. Auch hier hat der Empfänger einfach nicht darauf reagiert, beziehungsweise die Nachrichten über die SMS-Funktion sogar als Spam gemeldet. Vorteil: Nach einiger Zeit erkennt dein Telefon den Absender und leitet die Nachricht automatisch in den Spam-Ordner weiter, ohne dir die Nachricht extra zu pushen.
