
Am Freitagabend ist es auf der Bahnstrecke zwischen Würzburg und Nürnberg zu einem gefährlichen Zwischenfall gekommen. Ein Güterzug kollidierte mit einem Betonteil, das auf den Gleisen lag, teilte die Bundespolizeiinspektion Würzburg auf Nachfrage unserer Redaktion mit.
Gegen 21.06 Uhr war der Güterzug zwischen Markt Einersheim und Markt Bibart unterwegs, als der Triebfahrzeugführer bemerkte, einen Gegenstand überfahren zu haben. Bei rund 100 km/h leitete er eine Schnellbremsung ein.
Einsatzkräfte der Bundespolizei sicherten daraufhin den Bereich und stellten vor Ort fest, dass es sich bei dem Gegenstand um ein etwa 60 x 80 Zentimeter großes Betonteil handelte. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei davon aus, dass der Gegenstand möglicherweise vorsätzlich auf die Gleise gelegt wurde.
Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden an Zug und Gleisanlagen blieb gering, sodass der Zug seine Fahrt fortsetzen konnte.
Die Strecke zwischen den Bahnhöfen Markt Einersheim und Markt Bibart musste in beide Richtungen gesperrt werden. Die Sperrung dauerte von 21.06 Uhr bis 22.50 Uhr und führte zu Einschränkungen im Bahnverkehr.
Die Bundespolizeiinspektion Würzburg hat Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und sucht derzeit nach dem bislang unbekannten Täter.
Die Bundespolizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Wer in dem betreffenden Bereich Beobachtungen gemacht hat oder sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer (09 31) 3 22 59-11 11 zu melden.
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