Fürth - Absturz in die 3. Liga, Relegation oder der direkte Klassenerhalt: Für die SpVgg Greuther Fürth ist am letzten Spieltag der Saison alles möglich. Was muss passieren, damit das Kleeblatt in der Liga bleibt? Die Szenarien.

Die 2. Bundesliga steuert auf ein Abstiegsdrama am letzten Spieltag zu: Vier Teams können an diesem Wochenende entweder in die 3. Liga abstürzen, in die Relegation kommen oder den Klassenerhalt feiern – darunter die SpVgg Greuther Fürth.

Zwar geht das Kleeblatt als Tabellenvorletzter und mit zwei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz ins Saisonfinale, hat aber dennoch (fast) alles in der eigenen Hand. Denn: Die Mannschaft von Trainer Heiko Vogel trifft auf ihren direkten Konkurrenten. Anpfiff gegen Fortuna Düsseldorf ist am Sonntag, um 15.30 Uhr. Im Vorfeld wurde das Duell im Vereinsumfeld als „wichtigstes Spiel der letzten Jahrzehnte“ deklariert.

Die Rechnung ist einfach: Das Kleeblatt muss gewinnen, um überhaupt die Chance auf die Relegation oder gar den direkten Klassenerhalt zu wahren.

Wenn das Kleeblatt mit drei Toren Vorsprung gewinnt…

… zieht es an Fortuna Düsseldorf vorbei und hat damit den Relegationsrang sicher. Wenn zusätzlich noch Braunschweig mit mindestens zwei Gegentoren oder Bielefeld verliert, bleibt Fürth sogar direkt in der 2. Bundesliga.

Wenn das Kleeblatt knapp gewinnt…

… muss Bielefeld verlieren oder Braunschweig eine deutliche Klatsche auf Schalke kassieren, damit Fürth auf dem Relegationsplatz steht. Tritt beides ein, winkt der Ligaverbleib.

Schützenhilfe aus der Hauptstadt

Insgesamt ist das Kleeblatt vor allem auf die Schützenhilfe im Parallelspiel zwischen Arminia Bielefeld und Hertha BSC angewiesen: Wenn Bielefeld verliert, reicht dem Kleeblatt ein knapper Sieg für die Relegation – mindestens. Stefan Leitl, der inzwischen die „Alte Dame“ coacht und früher bei der Spielvereinigung an der Seitenlinie stand, sicherte zu: „Wir werden definitiv das bestmögliche Team auch aufs Feld bringen, um auch klar zu dokumentieren, dass diese Saison für uns nicht zu Ende ist.“

Relegation

Im Falle einer Relegation könnte das Kleeblatt auf Energie Cottbus, den MSV Duisburg, Rot Weiss Essen oder Hansa Rostock treffen, die aktuell in dieser Reihenfolge die Plätze zwei bis fünf in der 3. Liga belegen. Deren letzte Spiele steigen am Samstag um 13.30 Uhr. Bei Anpfiff des Fürther Finales steht der potenzielle Relegationsgegner also schon fest. Die Relegationsduelle sind für den 22. Mai und den 26. Mai angesetzt, Anpfiff ist jeweils um 20.30 Uhr. Der Zweitligist genießt im Rückspiel das Heimrecht.