Ering - Ein Lastwagen kracht in eine Hauseinfahrt und zerstört ein geparktes Auto. Zuvor hatte das Fahrzeug unter anderem schon einen Strommast umgerissen. Doch das Ausmaß des Schadens ist noch größer.

Ein Lastwagen ist eine Böschung hinuntergestürzt und hat dabei in Niederbayern eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Das tonnenschwere Fahrzeug beschädigte am Mittwoch mehrere Verkehrsschilder, riss einen Telefonmast samt Leitung um und prallte schließlich in einer Hauseinfahrt gegen ein Auto. Der dort geparkte Wagen habe nur noch „Schrottwert“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Zuvor war der 24 Jahre alte Fahrer mit dem Lastwagen von einer Straße bei Ering (Landkreis Rottal-Inn) abgekommen. Als er versuchte gegenzulenken, stürzte er mit dem Lastwagen die Böschung hinunter. Der junge Fahrer konnte aus dem komplett zerstörten Fahrzeug selbst aussteigen. Er hatte Glück im Unglück und erlitt lediglich leichte Verletzungen.

Der seitlich liegende Lastwagen musste aufwendig und mit schwerem Gerät aus der Böschung gehoben werden. Die Bergungsarbeiten zogen sich demnach über mehr als zehn Stunden. Die Ermittler schätzen den Schaden auf rund 80.000 Euro. An anderer Stelle im Freistaat Bayern ist es zu einem weiteren „Trümmerfeld“ gekommen. Am 13.05.2026 um 9.37 Uhr wurde über den Polizeinotruf ein schwerer Verkehrsunfall auf der A96 in Fahrtrichtung München kurz vor der Anschlussstelle Holzgünz gemeldet.

Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr eine 77-jährige Fahrzeugführerin aus bislang unbekannten Gründen mit ihrem Pkw auf einen mit Leergut beladenen Lkw auf. Durch die Wucht des Aufpralls schob sich der Pkw bis zur B-Säule unter den Sattelanhänger. Zudem entstand ein großflächiges Trümmerfeld über beide Fahrstreifen.

Die 77-Jährige wurde im Fahrzeug eingeschlossen und musste durch die alarmierten Einsatzkräfte aus dem Fahrzeug befreit werden. Sie wurde durch den Rettungsdienst mit schweren Verletzungen in ein nahegelegenes Klinikum verbracht. Dort wurde auf Anordnung der Polizei eine Blutentnahme durchgeführt. Der 45-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Der Pkw wurde stark beschädigt und musste abgeschleppt werden. Die Bergung gestaltete sich schwierig, da zunächst der Sattelanhänger mit einem Spezialkran angehoben werden musste, damit die Bergung des unter dem Anhänger eingeklemmten Pkws möglich war. Der Gesamtschaden am Pkw sowie am Sattelanhänger wird auf 40.000 Euro beziffert. Für die Dauer von rund zwei Stunden musste die Fahrbahn in Richtung München aufgrund der umfangreichen Rettungs- und Bergungsmaßnahmen und des erforderlichen Einsatzes eines Spezialkrans sowie Spezial-Lkw zur Ölspurbeseitigung vollständig gesperrt werden. Im weiteren Verlauf konnte der Verkehr über die linke Fahrspur an den Unfallfahrzeugen vorbeigeleitet werden.

Gegen 13.30 Uhr war die Unfallstelle vollständig geräumt. Es bildete sich ein kilometerlanger Rückstau. Die Autobahnpolizei Memmingen war mit mehreren Streifen vor Ort. Ein Drohnenteam der Polizei unterstützte bei der Unfallaufnahme aus der Luft. Des Weiteren waren der Rettungsdienst, ein Notarzt sowie die Autobahnmeisterei im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Memmingen stellte noch mobile Sichtschutzwände zur Verbesserung des Verkehrsflusses auf, um sogenannte „Gaffer-Staus“ und daraus resultierende Auffahrunfälle zu verhindern. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache wurden durch die zuständige Autobahnpolizeistation Memmingen aufgenommen.

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