St. Louis, USA - Im März diesen Jahres musste Eduard Löwen einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Nun hat der ehemalige Bundesligaprofi erstmals öffentlich über die schwere Zeit gesprochen - in einer emotionalen Pressekonferenz.

Er stand in der Bundesliga für Nürnberg, Augsburg, Berlin und Bochum auf dem Feld, 2022 wechselte Eduard Löwen in die USA. Seit Jahren an seiner Seite: seine Frau Ilona, die er einst während seiner Zeit beim 1. FCN kennenlernte. Zwischen 2017 und 2019 machte Löwen 69 Spiele für den Club. Privat und beruflich hat er sein Glück gefunden - und musste dann im März diesen Jahres den größtmöglichen Verlust verkraften. Ilona ist ihrem schweren Krebsleiden erlegen. Mehrere Wochen nach dem Tod seiner Frau hat der frühere Bundesliga-Profi bei einer Pressekonferenz seines MLS-Klubs St. Louis City SC erstmals öffentlich über den Verlust gesprochen.

„Es hilft mir sehr, mit dem Team auf dem Platz zu stehen. Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass es mir gut geht. Ich habe einen langen Weg vor mir“, erklärt Löwen. Immer wieder muss er innehalten, sagt mit Tränen in den Augen: „Nichts, was ich sagen würde, würde dem gerecht werden, wer sie war. Selbst in den letzten Tagen ihres Lebens hat sie sich um mich gekümmert und hat sich gesorgt. Das gibt euch ein gutes Beispiel, wer sie war. Ich kann ganz ehrlich sagen, dass ich noch nie einen Menschen getroffen habe, der auch nur annähernd an ihre innere und äußere Schönheit herankam.“ Löwen hatte nach dem Tod seiner Frau eine Pause eingelegt und war Mitte April ins Mannschaftstraining zurückgekehrt.

Nach nur vier Monaten Beziehung hatte er ihr einst den Heiratsantrag gemacht, nach zwei weiteren Monaten folgte die Hochzeit, erzählte das Paar im vergangenen Jahr in einem Podcast. 2022 folgte der Umzug über den großen Teich. 2024 sollen dann die gesundheitlichen Probleme begonnen haben, Ilona klagte über chronische Kopfschmerzen. Bereits im Kindesalter war bei ihr ein gutartiger Hirntumor festgestellt worden. Im Podcast „deep talk“ erzählte sie: „Ich habe zu Edu gesagt, es wird nicht besser. Ich muss in die Notaufnahme.“ Bei einem MRT sei festgestellt worden, dass der Tumor gewachsen war. Am Tag nach Ostern 2024 wurde sie operiert.

Die Laborergebnisse des Gewebes brachten die erschütternde Diagnose. „Hirntumor Stufe 4, die aggressivste Krebsstufe. Ich kann es nicht anders beschreiben, als den völligen Zusammenbruch,“ so Ilona damals weiter. Löwen ergänzte: „Das war ein Schlag. Ich wusste nicht, wohin mit mir. Stell dir vor, die Person, die du am meisten liebst, und sie guckt mich an und fragt: ‚Werde ich gesund?‘ Was soll ich da sagen?“ Im Mai 2024 machte er die Krebserkrankung seiner Frau auf einer Pressekonferenz öffentlich – und erhielt viel Zuspruch. Im Oktober wurde bei einem weiteren MRT festgestellt, dass der Tumor erneut gewachsen war. Im März 2026 verlor Ilona den Kampf. „Seit meine Frau gestorben ist, hat sich meine Perspektive auf so vieles verändert. Mein größter Schmerz der letzten zwei Jahre war, meine Frau leiden zu sehen. Ich weiß, dass sie jetzt nicht mehr leidet. Das tröstet mich am meisten“, schließt Löwen sein Statement.