
Die Autorin Juli Zeh hat nach ihrem letzten Roman „Zwischen Welten“ (2023, gemeinsam mit Simon Urban) ein neues Werk angekündigt. Es erscheint im Herbst 2026. Der Roman handelt von einer gefeierten Verlegerin, die unter Mordverdacht. Die Umstände der mutmaßlichen Tat zieht die Medien an und der Prozess wird zum Öffentlichkeitsspektakel. Über allem steht die Frage, „wie verhandelbar ist die Wahrheit?“, so der Ankündigungstext.
Davon handelt der neue Juli-Zeh-Roman „Pony Show“
Betty ist erfolgreiche Verlagschefin, verheiratet, über 50 Jahre alt. Fero, fast 30 Jahre jünger, gilt als großes Talent ihres Hauses. Gemeinsam bilden sie ein außergewöhnliches Gespann – beruflich eng verbunden, privat zunehmend unberechenbar.
Dann verschwindet Fero spurlos. Kurz darauf wird Betty an der ungarischen Grenze festgesetzt: mit einer Pistole im Gepäck und Falschgeld im Auto. Für Öffentlichkeit und Ermittler scheint der Fall entschieden.
Der sogenannte „Loverboy-Fall“ entwickelt sich vor dem Hamburger Landgericht schnell zum Medienspektakel. Zwischen Schlagzeilen, gesellschaftlichen Debatten und gegenseitigen Zuschreibungen verschwimmen die Grenzen zwischen Schuld und Projektion. Ist Betty Täterin? Oder wird hier über eine Frau verhandelt, die sich den Erwartungen ihrer Umwelt entzieht?
Für ihren Verteidiger Mark wird der Prozess zur Bewährungsprobe. Je tiefer er in den Fall eintaucht, desto unsicherer wird, wem überhaupt zu trauen ist – den Zeugen, den Medien, der Angeklagten oder den eigenen Überzeugungen. Was ist hier tatsächlich geschehen?
„Pony Show“
von Juli Zeh
- erscheint am 14. Oktober 2026
- 480 Seiten
- Luchterhand
- 25 Euro (Hardcover)
- ISBN: 978-3-630-87865-2
Über die Autorin
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, gehört zu den erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Autorinnen unserer Zeit. Die Juristin wurde 2018 zur Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg gewählt. Mit „Pony Show“ veröffentlicht sie im Herbst 2026 ihren elften Roman. Typisch für ihre Geschichten sind die hohe Spannung sowie gesellschaftspolitische und moralische Konflikte. Bereits mit ihrem ersten Roman “Adler und Engel“ von 2001 konnte sie einen Erfolg verzeichnen. Juli Zeh erhielt unter anderem 2013 den Thomas-Mann-Preis sowie 2019 den Heinrich-Böll-Preis.