Folgen des Iran-Kriegs: Beliebte Urlaubsziele am Mittelmeer kämpfen mit Buchungsflaute
10.05.2026, 08:00 Uhr
Der Krieg im Nahen Osten hat inzwischen spürbare Folgen für beliebte Urlaubsziele am Mittelmeer. Mehrere Länder verzeichnen einen deutlichen Rückgang der Buchungen.

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1/14 - Zypern spürt den Konflikt im Nahen Osten besonders unmittelbar. Die geografische Nähe zur Krisenregion sorgt bei vielen Urlaubern für Unsicherheit. Die Urlaubsinsel liegt als östlichster EU-Staat besonders nah an der Konfliktregion. Vom beliebten Party- und Strandort Agia Napa bis zur libanesischen Küste sind es nur rund 170 Kilometer. © Johanna Mielich

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2/14 - Das Portal reisereporter berichtet, dass der Tourismus in Zypern zuletzt deutlich unter Druck geraten ist: "Für März hatten wir ursprünglich ein Plus von 10 Prozent erwartet", erklärte Christos Christou, Vizepräsident des Tourismusverbands ACTTA demnach. Stattdessen aber verzeichnete die Branche ein Minus von 30 Prozent, auch im April und Mai blieb die Lage schwach. Hoteliers melden für den August teils Buchungseinbrüche von bis zu 60 Prozent. © Danil Shamkin/picture alliance / NurPhoto

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3/14 - Vor allem britische Urlauber, die 2025 mit 32 Prozent die größte Besuchergruppe stellten, halten sich zurück. Seit Anfang März haben zudem acht weitere Länder Reisewarnungen für Zypern ausgesprochen. © Johanna Mielich

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4/14 - Auch das Auswärtige Amt hat seine Reisehinweise für Zypern aktualisiert. Eine Reisewarnung bleibt bislang zwar aus, doch die Sicherheitslage auf der Insel bleibt infolge des Drohnenangriffs auf eine britische Militärbasis am 2. März in der Nähe von Limassol angespannt, heißt es. © Johanna Mielich

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5/14 - Auch in der Türkei sind die Auswirkungen des Iran-Konflikts spürbar. Im Südosten des Landes wurden mehrere Raketen abgefangen, die mutmaßlich aus dem Iran oder von der Hisbollah stammten. Die betroffene Region liegt zwar weit entfernt von beliebten Urlaubszielen an der Ägäis oder der Riviera rund um Antalya, dennoch sorgt die Nähe zur Krisenregion für Verunsicherung. Die Türkei teilt sich eine mehr als 500 Kilometer lange Grenze mit dem Iran. © Ibrahim Oner/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

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6/14 - In Teilen der Türkei gilt außerdem weiterhin eine Reisewarnung seitens des Auswärtigen Amtes. Betroffen ist dabei das Grenzgebiet der Türkei zu Iran, Irak und Syrien in den Provinzen Şanlıurfa, Mardin, Sırnak und Hakkâri. Vor nicht notwendigen Reisen in diese Gebiete rät das Amt ab. © Ferdi Uzun/picture alliance / Anadolu

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7/14 - Dabei hatte der Tourismus zuletzt einen Höhenflug erlebt: 2025 verzeichnete die Türkei mit 64 Millionen Gästen ein Rekordjahr. Nach Angaben des Focus und auf Basis von Reiseveranstalter-Daten reiste 2024 jeder Fünfte in Deutschland in die Türkei. Auch für den Flughafen Nürnberg ist das Land wichtig, mehrmals täglich steuern Airlines die Badeorte von dem fränkischen Airport aus an. © PsychoShadow/picture alliance / imageBROKER

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8/14 - Für 2026 hatte die Tourismusbranche der Türkei sogar 65 Millionen Reisende angepeilt. Dieses Ziel scheint inzwischen jedoch schwer erreichbar - trotz eines leichten Wachstums von 2,2 Prozent im ersten Quartal. Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy sagte laut Informationen des Portals reisereporter: „Wir stehen vor einem schwierigen zweiten Quartal.“ Hinzu kommen außerdem wirtschaftliche Belastungen wie die hohe Inflation und steigende Preise. © Ferdi Uzun/picture alliance / Anadolu

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9/14 - Ägypten ist im Iran-Krieg nicht direkt beteiligt, spürt die Folgen aber trotzdem. Laut der Berliner Zeitung kamen 2025 noch rund 19 Millionen Besucher ins Land, ein Plus von 21 Prozent. Gleichzeitig sorgt die Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran in der gesamten Region für Unsicherheit © Laura Werner

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10/14 - Medienberichte aus Kairo bestätigen, dass Stornierungen und schwächere Buchungen bereits spürbar seien, weil Ägypten in der Wahrnehmung vieler Reisender zur Krisenregion gehört. Premierminister Mostafa Madbouly warnt laut der Berliner Zeitung sogar davor, dass ein längerer Krieg die gute Tourismusbilanz für 2025 wieder zunichtemachen könnte und die Regierung zu „außerordentlichen Maßnahmen" gegen Preissteigerungen zwingen könnte. © Matthias Tödt/picture alliance / zb

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11/14 - Auch das Auswärtige Amt hat eine Teilreisewarnung für Ägypten ausgesprochen und warnt weiterhin vor Reisen in den Norden der Sinai-Halbinsel, in das Grenzgebiet zu Israel mit Ausnahme von Taba sowie in abgelegene Wüstenregionen der Sahara. Zudem wird von individuellen Ausflügen und Überlandfahrten im Süden der Sinai-Halbinsel abgeraten. © Andrea Warnecke/picture alliance / dpa Themendienst

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12/14 - Auch Griechenland bleibt vom Iran-Krieg nicht unberührt. Besonders Kreta steht im Fokus, weil die Insel geografisch näher an der Krisenregion liegt als viele andere Urlaubsziele in Europa. © Johanna Mielich

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13/14 - Wie das Portal reisereporter berichtet, gingen die Flugbuchungen aus den USA für Griechenland bis Ende April um 28 Prozent zurück. Auch aus Australien und Indien reisen weniger Urlauber an - unter anderem wegen deutlich gestiegener Preise für Langstreckenflüge. Dabei waren die Zahlen zu Jahresbeginn noch stark: In den ersten beiden Monaten legte die Zahl ausländischer Gäste um 38,5 Prozent zu, die Tourismuseinnahmen stiegen sogar um 71 Prozent. © Peter ENGELKE / peng images/picture alliance / PIC ONE

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14/14 - Besonders gefragt bleibt Griechenland bei deutschen Urlaubern. Dennoch berichten Hoteliers auf Kreta inzwischen von stagnierenden Sommerbuchungen. Auch auf Rhodes sowie den Inseln Kos und Patmos zeigt sich Zurückhaltung. Viele Betriebe hoffen nun auf kurzfristige Buchungen. Stabiler läuft die Saison bislang auf den Kykladen und im Ionischen Meer, so das Portal reisereporter. © Johanna Mielich
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