Nürnberg - Weniger war bisher über das Privatleben von Schauspielerin Nilam Farooq bekannt. Vor rund vier Wochen machte sie dann eine Schwangerschaft öffentlich. Nun spricht sie offen über einen schweren Schicksalsschlag.

Schauspielerin Nilam Farooq ist unter anderem bekannt aus dem Kinofilm „Contra“ oder aus der ZDF-Serie „Soko Leipzig“. Wenig bekannt ist über das Privatleben der 36-Jährigen. Umso größer war die Überraschung über ein Video, dass die Schauspielerin Anfang April auf Instagram teilte. „Das wird jetzt wahrscheinlich das Persönlichste, was ihr seit langer, langer, langer Zeit von mir gesehen habt“, sagte die Schauspielerin darin.

Sie erzählt, sie sei schwanger und sie habe bereits ein Kind. Es sei ihre vierte Schwangerschaft. Auch das Wort Fehlgeburt fällt. Über diesen Schicksalsschlag hat Farooq nun im Podcast „sounds familiar“ gesprochen und sie erhebt Vorwürfe.

Als sie ihr Kind verlor, steckte sie gerade mitten in Dreharbeiten, erzählt die 36-Jährige in dem Podcast. Die Reaktion der Produktionsfirma damals kritisiert Farooq deutlich. Als Entscheidungen anstanden, wie es nach der Fehlgeburt weitergehen soll, habe sie gegenüber der Produktion von einem medizinischen Notfall gesprochen. Sie habe nicht sagen wollen, was tatsächlich passiert war. Sie habe darum gebeten, dass sie eine Stunde freibekommen könne, damit sie einen Arzt aufsuchen könne. „Und dann haben die gesagt: Nein, das können wir nicht machen“, so erinnert sich Farooq. Sie sei am Ende dennoch zum Arzt gefahren. „Aber die Produktion war nicht bereit, mir diesen Zeitslot zu geben und am Ende war ich die Komplizierte.“ Im Podcast spricht die Schauspielerin auch darüber, wie sie die Fehlgeburt selbst erlebte: „Es ist eine psychische Belastung, die ist so so krass, weil es ein Todesfall ist. Es ist ein Verlust, es ist ein Liebeskummer, es ist ein Aufgeben von ganz vielen Vorstellungen, die du hattest.“

Die Baby-News im April teilte Farooq nicht ganz freiwillig. „Wenn es komplett nach mir gegangen wäre, dann wäre es weiterhin ein privates Thema geblieben, was hier nichts verloren hat, wie auch bisher die letzten Jahre“, sagte sie in dem Video bei Instagram. Aber wie schon vor zwei Jahren kursierten auch nun wieder Bilder, auf denen man deutlich sehe, dass sie ein Baby erwarte. „Anders als damals möchte ich diesmal selber die Kontrolle darüber behalten und den Wind aus den Segeln nehmen und nicht zulassen, dass das jemand anderes für mich veröffentlicht“, sagte die Schauspielerin weiter. Dennoch sei es womöglich wichtig auch online über Themen, wie Fehlgeburten oder wie das Arbeitsleben als Mutter zu sprechen. Diese Themen bräuchten Aufmerksamkeit, betont Farooq.